Großerlach und die Motorradraser Smiley statt Lärmdisplay

Von fro 

Vor allem kleinere Gemeinden, die von Motorradlärm und -rasern betroffen sind, tun sich nicht leicht mit eigenen Maßnahmen, wie das Beispiel Großerlach zeigt.

Großerlach liegt an einer bei Motorradfahrern  beliebten Strecke. Foto: dpa
Großerlach liegt an einer bei Motorradfahrern beliebten Strecke. Foto: dpa

Großerlach - Vor allem kleinere Gemeinden, die von Motorradlärm und -rasern betroffen sind, tun sich nicht leicht mit eigenen Maßnahmen, wie etwa das Beispiel Großerlach zeigt. Dort hatte die Kommune bis vor einigen Jahren eine mobile Geschwindigkeitsanzeige in Betrieb, die je nach Tempo einen freundlichen oder ärgerlichen Smiley zeigte. Die Verwaltung ist überzeugt, dass dank des Grinsgesichts die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit im Ort auch tatsächlich zurückgegangen war. Zwischenzeitlich musste der Betrieb allerdings eingestellt werden – ein Softwareupdate für die Anlage war nicht mehr verfügbar.

Verwaltung erwägt interkommunale Anschaffung

Als Ersatz bot sich nun ein spezielles „Motorradlärmdisplay“ an, zu welchem das Landesverkehrsministerium ein Förderprogramm aufgelegt hat, nachdem man befundne hatte, dass ein Modellversuch erfolgreich verlaufen war. Weil trotz des Zuschusses von 4000 Euro eine solche 16 000 Euro teure Anlage nicht erschwinglich schien, erwog die Verwaltung, sich das Gerät mit den ebenfalls an der Raserstrecke Sulzbacher Steige gelegenen Kommunen Sulzbach und Spiegelberg zu teilen. Und um die Frist nicht zu versäumen, wurde auch gleich ein Förderantrag beim Ministerium gestellt – vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderats.

Auch geteilt ist die Anlage zu teuer

Dieser hat die Gefolgschaft jetzt allerdings verweigert, denn inklusive der Kosten für Fundamente und Bodenhülsen hätte sich der Eigenanteil auf 8000 bis 9000 Euro summiert. Zu viel für die kleine Gemeinde. Stattdessen will die sich nun wieder einen „Smiley“ anschaffen. Der ist nämlich nicht nur deutlich preisgünstiger als das Lärmdisplay, sondern steht der Kommune dauerhaft statt lediglich für zwei Monate in der Sommersaison zur Verfügung.




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