Großes Bauvorhaben in der Oststadt von Ludwigsburg Fuchshof: Als erstes kommt die Schule

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Im Rahmen einer Ausstellung hat die Stadt Ludwigsburg in den vergangenen zwei Wochen auf Anregungen für das Bauprojekt Fuchshof gehofft. Am Mittwoch dürfen die Bürger erneut darüber diskutieren.

Es tut sich etwas an der Fuchshofstraße: Besonders geschützte Arbeiter haben mit dem  Abriss  der asbestbelasteten Treibhäuser begonnen. Foto: factum/Granville
Es tut sich etwas an der Fuchshofstraße: Besonders geschützte Arbeiter haben mit dem Abriss der asbestbelasteten Treibhäuser begonnen. Foto: factum/Granville

Ludwigsburg - Wohnen, Sport und Naherholung – im Quartier entlang der Ludwigsburger Fuchshofstraße soll das alles zusammenkommen. Weil es sehr schwierig ist, alles unter einen Hut zu bringen und dazu noch mögliche Konflikte mit Verkehr und Lärmschutz zu vermeiden, hat die Stadtverwaltung bereits zum zweiten Mal die Bürger um ihre Stellungnahmen gebeten. Seit dem 18. Januar werden Modelle und Pläne für das große Siedlungsprojekt in einem ehemaligen Autohaus an der Schorndorfer Straße gezeigt. Unter den mehr als 200 Wortmeldungen fänden sich auch viele konstruktive Beiträge, sagte Projektleiter Avni Veselaj.

Zwei Bushaltestellen geplant

„Keine Waiblinger Straße“, „Waiblinger Straße als Entlastung für uns Oßweiler“, „Lärmschutz für Anwohner“, „Hockeyclub: Autos in die Tiefgarage“ oder „Bauplätze für junge Familien“. Das Spektrum der Wortmeldungen, die Besucher der Ausstellung bisher abgegeben haben, ist breit. Am Mittwoch, 31. Januar, wollen die Verantwortlichen noch einmal mit interessierten Bürgern diskutieren: von 18 Uhr an im katholischen Gemeindezentrum St. Paulus an der Beethovenstraße 70.

Seit einer ersten Präsentation von Entwürfen für die städtebauliche Entwicklung des Fuchshofs im Februar 2014 habe sich viel getan, sagt der Baubürgermeister Michael Ilk. Zum einen seien erste Teile der künftigen Bebauung abschließend geplant – wie etwa die Grundschule Fuchshof sowie eine Turnhalle am Berliner Platz. Zum anderen aber stünden bei den Bürgern offenbar nicht mehr nur Verkehrsprobleme auf der Agenda – auch wenn die Debatte um einen Durchstich an der Waiblinger Straße noch immer nicht verstummt sei.

„Im südöstlichen Teil der Sportanlagen sind die Planungen bereits fix“, sagte Veselaj. Und inzwischen seien die Entwickler auch beim Thema Mobilität vorangekommen. So hätten etwa Gespräche mit den Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL) ergeben, dass Busse das künftige Wohngebiet an mindestens zwei Haltestellen anfahren werden. Noch fehle eine Lösung für das Parkproblem entlang der Fuchshofstraße. Zumal absehbar sei, dass sie zu Stoßzeiten in der Nähe der Eissporthalle als auch vor der neuen Hockeyhalle des HCL einfach zugeparkt werde. Für diverse Teilbereiche – etwa die Bebauung des Berliner Platzes – werden Wettbewerbe ausgeschrieben.

Kriterien für Lärmschutz gesenkt

Bereitete das Konzept eines Lärmschutzes, der die Anwohner vor dem Ballgeploppe und dem Geschrei auf den Sportplätzen schützen sollte, vor vier Jahren noch größtes Kopfzerbrechen, sind die Planer jetzt zuversichtlich: Nicht zuletzt, weil der Gesetzgeber die Vorschriften so verändert habe, „dass wir keinen passiven Schutz mehr bieten müssen“, sagt der Projektleiter aus dem Fachbereich Stadtplanung und Vermessung. Passiv bedeutet in diesem Fall, für Lärmschutz direkt an den Häusern zu sorgen. Eine zentrale Aufgabe indes bleibe bestehen: „Wir müssen eine Wand zwischen dem Ludwig-Jahn-Stadion und der Wohnsiedlung hochziehen“, sagt Veselaj.

Die Informationsveranstaltung in St. Paulus am Mittwoch werde von Rathausmitarbeitern moderiert, sagte Sophie Hufnagl vom Referat Nachhaltige Stadtentwicklung: „Das wird sein wie bei einer Stadtteilkonferenz.“ Es werde genug Zeit sein, um die Themen Grün, Wohnen und Sport zu diskutieren. Im Februar beginnt das eigentliche Beteiligungsverfahren.




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