Großes Starterfeld und ein Streckenrekord Beim Citylauf Leonberg purzeln einige Rekorde

Kurz vor dem Start um 20.20 Uhr: Das Feld für den Hauptlauf über zehn Kilometer sowie den Fünf-Kilometer-Lauf scharrt in der Steinstraße schon mit den Laufschuhen. Foto: Citylauf/Carsten Müller

Obwohl fast 300 gemeldete Starter am Samstag nicht antreten, gibt es eine neue Bestmarke beim Wettlauf durch Leonberg sowie einen Streckenrekord. Chef-Organisator Eberhard Trinkner ist hoch zufrieden.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Brennende Sonne, hohe Temperaturen, das mögen Läufer nicht. Vielleicht war das ein Grund, warum etwa 300 angemeldete Starter nicht den Weg nach Leonberg eingeschlagen hatten – wenngleich am Start um 20.20 Uhr das Thermometer an der Steinstraße nur 22 Grad anzeigte. „Man kann nur mutmaßen, warum sie nicht gekommen sind“, sagte Chef-Organisator Eberhard Trinkner, der mit seinem Team dennoch zufrieden war. Denn die Zahlen waren hoch wie nie. Auf der Meldeliste hatten knapp 2100 Namen gestanden, mit schließlich 1797 Teilnehmern stellte der 13. Leonberger Citylauf einen Rekord auf, und auch die Zahl, die von den Gestarteten das Ziel erreicht hatten, war eine Bestmarke. „Wir haben über alle Distanzen rund 350 Finisher mehr als im vergangenen Jahr“, freute sich Trinkner.

 

Benjamin Wehbring startet gerne in der Gegend

Als Erster war Benjamin Wehbring mit Käppi, verspiegelter Laufbrille, Startnummer 244 und erhobenen Händen über die Ziellinie gelaufen – 31:46 Minuten hatte der 38-Jährige für die zehn Kilometer benötigt. Der Ausdauerspezialist, der in Lohne (Oldenburg) geboren wurde, scheint sich in und um Leonberg wohl zu fühlen: 2022 gewann er den Gerlinger Solitude-Lauf und im April wiederholte er den Sieg an gleicher Stelle über die Halbmarathon-Distanz. Den Berlin-Marathon 2022 hatte Benjamin Wehbring in 2:32,46 Stunden hinter sich gebracht. Gleich beim ersten Start in Leonberg hatte der ambitionierte Läufer den Sieg davon getragen – der Streckenrekord des für den TV Osterberg gestarteten Kenianers Jonathan Koilege aus dem Jahr 2011 war für den Triumphator unerreichbar. Der steht bei 28:33 Minuten. „Um den zu unterbieten“, meinte Eberhard Trinkner, „müssen sich nationale Topsportler melden.“ Der Citylauf jedoch passt nicht in die Trainingspläne, sodass die ganz große Läuferklasse in Leonberg weiter fehlen wird.

Es gibt Wichtigeres als Rekorde

Theresa Weixler erreichte als Fünfte über die Zehn-Kilometer-Distanz das Ziel, damit triumphierte die Esslingerin in der Frauen-Wertung vor Tamara Schütz und Lokalmatadorin Sandra Burkhardt. Über die Fünf-Kilometer-Strecke setzte es aber doch noch eine weitere Bestmarke. Die Siegerin Isabel Leibfried aus Heilbronn löschte in 17:56 Minuten den zehn Jahre alten Streckenrekord von Katrin Ochs (LG Filder) von 18:52 Minuten aus. Viel wichtiger als stets neue Spitzenwerte sind Trinkner jedoch die Rückmeldungen von Teilnehmern und Zuschauern – und die waren allesamt positiv. „Es war eine absolut gelungene Veranstaltung“, freute sich der Orga-Chef. Rekorde sind nun mal da, um gebrochen zu werden. Vielleicht folgt ja schon 2024 der nächste Teilnehmerrekord.

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