Grün für Esslingen Eine Stadtoase vor dem Bahnhof

Von hol 

Das zentrale Eingangstor zur Esslinger Innenstadt, der Bahnhofsvorplatz beim ZOB, soll von Juni bis September deutlich grüner werden.

Das Grüne Zimmer stand zuletzt auf dem Postmichelplatz. Foto:  
Das Grüne Zimmer stand zuletzt auf dem Postmichelplatz. Foto:  

Esslingen - Über die Aufenthaltsqualität des neu gestalteten Bahnhofsareals in Esslingen lässt sich trefflich streiten. Zwar hat der Vorplatz durch die Schaffung des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) ein wenig an Attraktivität gewonnen. Doch der Spielraum nach oben scheint noch schier unendlich. Mit der sogenannten Stadtoase, die vom 1. Juni bis in den September hinein in zentraler Stadtlage entstehen soll, will die Verwaltung einen – zumindest kleinen – Beitrag zur Aufwertung des Areals leisten.

Weiterentwicklung des mobilen grünen Zimmers

Die Stadtoase ist eine Weiterentwicklung des mobilen grünen Zimmers, das in den Vorjahren meist auf dem Postmichelplatz gastiert hat. Zusammen mit den Stadtwerken Esslingen und der Firma Helix aus Kornwestheim hatte die Verwaltung dort eine begrünte, mit zahlreichen unterschiedlichen Pflanzen ausgestattete Stellwand platziert, um das Stadtklima zu verbessern und Schatten zu spenden.

Die Stadtoase soll nun aus mehreren solcher bepflanzter Wände bestehen. Zudem soll es zahlreiche Sitzgelegenheiten geben, die von diesem vertikalen Grün umgeben sind und den Passanten eine schattige Ruhepause ermöglichen.

Mehr Grün für den kahlen Platz

„Die Stadt Esslingen geht hier in Zeiten des Klimawandels neue Wege“, sagt der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger. „Wir schaffen eine besondere Atmosphäre, die zum Verweilen und Erholen im Schatten einlädt – und das in unmittelbarer Nähe zu Taxistand, Neuem ZOB und dem südlichen Abschnitt der Berliner Straße.“ Ziel sei es, neue Formen auszutesten mit dem Ansinnen, mehr Grün in die Stadt zu bringen und bei heißen Sommern die Lebensqualität zu erhöhen. Wenn Feuchtigkeit über die Blattoberflächen der Bepflanzung verdunsten, entstehe Kälte. Auf diese Weise dienten die Pflanzen als natürliche Klimaanlage. Ein Teil der begrünten Wände wird von einer automatischen, solarenergetisch betriebenen Bewässerungsanlage berieselt.