Grün-Schwarz in Baden-Württemberg Grüne Jugend kritisiert Entscheidung scharf – Özdemir reagiert

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.)  mit seinem Parteikollegen Cem Özdemir (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) mit seinem Parteikollegen Cem Özdemir (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Entscheidung für weitere fünf Jahre Grün-Schwarz in Baden-Württemberg sorgt bei den Grünen für große Bedenken – vor allem die Grüne Jugend spart nicht mit Kritik. Cem Özdemir reagiert via Twitter auf die Vorwürfe.

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Stuttgart - Seit Donnerstag steht es fest: Die Grünen in Baden-Württemberg haben sich entschlossen, auch in den kommenden fünf Jahren mit der CDU zu koalieren.

Dies kam vielen Grünen-Mitgliedern allerdings wie ein schlechter Aprilscherz vor, allen voran der Grünen Jugend, die bereits im Vorfeld ihre Präferenzen für eine Ampel mehr als deutlich gemacht hatten.

Und so fiel die Reaktion auf ein erneutes grün-schwarzes Bündnis im Südwesten ebenfalls mehr als deutlich aus. Die Grüne Jugend Baden-Württemberg zeigt sich schockiert, Landessprecherin Sarah Heim spricht dem Bündnis die Zukunftsfähigkeit ab.

Auch die Grüne Jugend im Bund kritisiert die Wahl des Koalitionspartners scharf.

Der ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen und jetzige Bundestagsabgeordnete für Stuttgart, Cem Özdemir, erklärt sich via Twitter.

Nach seiner Auffassung sei eine weitere Koalition mit der CDU besser, als die FDP mit ins Boot zu holen – vor allem im Hinblick auf die Klimakrise.

Derweil wird sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach den großen Bedenken bei den Grünen an diesem Freitag nochmal im Landesvorstand erklären. Es gehe in der Präsenzsitzung im Haus der Abgeordneten darum, den Vorstandsmitgliedern ausführlich zu erläutern, was in der Sondierung mit der Union besprochen worden sei, hieß es aus Grünen-Kreisen am Freitag in Stuttgart.

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