Grüne nominieren Kandidaten Sattes Ergebnis für Parteichef Cem Özdemir

Von Konstantin Schwarz 

Mit 94 Prozent Zustimmung nominierten die Stuttgarter Grünen Parteichef Cem Özdemir erneut als Kandidaten für die Bundestagswahl. Ihm zur Seite steht im Wahlkreis II Anna Christmann.

Wollen in den Bundestag: Anna Christmann und Cem Özdemir Foto: Lichtgut/ Oliver Willikonsky
Wollen in den Bundestag: Anna Christmann und Cem Özdemir Foto: Lichtgut/ Oliver Willikonsky

Stuttgart - Der Kreisverband der Grünen in Stuttgart hat am Donnerstag seine beiden Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 nominiert. Der Bundesvorsitzende Cem Özdemir, der im Januar 2017 Spitzenkandidat der Partei werden will, blieb im Gewerkschaftshaus ohne Gegner. Er erreichte 129 von 137 Stimmen, nur vier Mitglieder waren gegen ihn. Özdemir tritt im Wahlkreis I (Süd) an, wo er wie bei der letzten Bundestagswahl auf den damals direkt gewählten CDU-Kreisvorsitzenden Stefan Kaufmann trifft.

Im Wahlkreis Stuttgart II konnte sich die 33-jährige Anna Christmann mit 78 von 130 abgegebenen Stimmen vor der 25-jährigen Viktoria Kruse platzieren. Christmann hat lange in der Schweiz gelebt und dort über die „Grenzen der direkten Demokratie“ promoviert. Sie arbeitet als Büroleiterin bei Landes-Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne).

Bildung und soziale Gerechtigkeit als Wahlkampfthemen

Während Özdemir mit Erstwohnsitz in Berlin lebt, wohnt Christmann in Zuffenhausen. Sie warnte in ihrer Rede die Grünen davor, sich wie andere Parteien von Populismus antreiben zu lassen. Bildung und soziale Gerechtigkeit sollten Themen im Wahlkampf sein, forderte Christmann. Kruse sah das Thema Europa ganz vorn.

Özdemir war 2013 über die Landesliste erneut ins Parlament gekommen. Die Wahl hatte für die Grünen wegen ihrer Veggie-Day-Debatte um einen fleischlosen Tag und Steuererhöhungs-Fantasien einen schlechten Ausgang genommen. Das Steuerthema solle 2017 nicht angeschnitten werden, sagte er. Es gehe um Ökologie, Flüchtlinge, Gerechtigkeit und Europa.

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