Grüne Oase in Leonberg Ein Park mit Terrassen und sehr viel Wasser
Nach langen Diskussionen haben in Leonberg die Arbeiten für den Stadtgarten am Postareal begonnen.
Nach langen Diskussionen haben in Leonberg die Arbeiten für den Stadtgarten am Postareal begonnen.
Es tut sich was zwischen der Altstadt-Anhöhe und dem Layher-Quartier: Wer den Eltinger Fußweg oder die Bahnhofstraße entlanggeht, kann jetzt einen Blick auf die Baustelle des neuen Stadtgartens werfen. Bis vor kurzem lag die 6000 Quadratmeter große Fläche noch brach. Nun entsteht dort ein neuer Park.
Die Höhenunterschiede werden durch mehrere Terrassen überwunden. Dabei spielt die unterste Stufe gleichzeitig eine wichtige Rolle im Be- und Entwässerungssystem. Das Regenwasser aus dem künftigen Postareal fließt in die Zisterne, die auf der Baustelle gerade Gestalt annimmt.
300 000 Liter Wasser können dort aufgefangen und zur Bewässerung des Stadtgartens verwendet werden. Bei starkem Regen oder Unwettern kann Wasser auch abgeleitet werden. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, die Technik wird neben der Zisterne installiert. Derzeit werden die Wände der Zisterne geschalt und anschließend betoniert.
Ein besonderes Gestaltungsmerkmal ist, dass die Zisterne Teil des Erscheinungsbildes des Stadtgartens ist. Sie ist gleichzeitig eine der Terrassen. An ihrer Rückseite wird eine Boulderwand angebracht, an der Kinder klettern können. Außerdem gibt es seitlich eine Rutsche.
Über die Zisterne wird der barrierefreie Weg von der Bahnhofstraße zum Layher-Areal führen, sodass es möglichst wenig Höhenunterschied gibt. Oberhalb der Zisterne entstehen auf weiteren Terrassen Wege zum Postareal und ein Kinderspielplatz.
Der Investor des Postareals, die Stuttgarter Niederlassung des international agierenden Projektentwicklers Strabag-Real Estate, beteiligt sich an der Nutzung der Zisterne und übernimmt Teile der Kosten. Ebenso trägt das Unternehmen anteilig Kosten für den Bau des Spielplatzes.
Der Stadtgarten ist mit insgesamt rund 2,8 Millionen Euro veranschlagt. Ursprünglich waren 1,5 Millionen Euro geplant. Der Leonberger Baubürgermeister Klaus Brenner erklärt die Steigerung mit höheren Baukosten und der Inflation. 60 Prozent werden mit Förderzuschüssen des Landes aus dem Stadtumbauprojekt „Stadtumbau Leonberg-Mitte“ realisiert.
Auch nebenan auf dem eigentlichen Postareal wird sich bald etwas tun: Im Herbst ist der Abriss der alten Postareals geplant. Nach diesem sehr aufwendigem Unterfangen ist der Baustart für Anfang 2026 geplant.