Grund- und Werkrealschule Stuttgart-Stammheim Zwei Schulen wachsen schrittweise zusammen

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Ab dem kommenden Schuljahr ziehen die ersten Klassenstufen von der Park-Realschule in Zuffenhausen an die Stammheimer Schule am Fliegenweg. Schrittweise soll der Schulstandort in Zuffenhausen aufgegeben werden. Jahr um Jahr sollen mehr Schüler in Stammheim unterrichtet werden.

Im renovierten Fachbau an der Schule am Fliegenweg werden   nach den Sommerferien auch die ersten Schüler der Park-Realschule unterrichtet. Foto: Archiv Chris Lederer
Im renovierten Fachbau an der Schule am Fliegenweg werden nach den Sommerferien auch die ersten Schüler der Park-Realschule unterrichtet. Foto: Archiv Chris Lederer

Stammheim/Zuffenhausen - Nach den Sommerferien geht es los. Dann beginnt, wie berichtet, der schrittweise „Umzug“ der Park-Realschule nach Stammheim an den Fliegenweg. „Wir bringen die Schule mit“, sagt Philipp Malhotra, Rektor der Park-Realschule an der Schlotwiese. „Die jetzigen Fünftklässler haben mit der Prämisse in Zuffenhausen angefangen, dass sie ab der sechsten Klasse in Stammheim weiterunterrichtet werden.“ Das war mit den Eltern abgesprochen. Die neuen Fünftklässler werden dann künftig nur noch in Stammheim eingeschult. Jahr um Jahr gewinnt die Realschule in Stammheim so eine Klassenstufe hinzu. Im Schuljahr 2020/21 kann dann der erste Jahrgang an der Realschule ihren Abschluss machen. Entsprechend beendet ein Jahr zuvor die letzte zehnte Klasse (heutige 6er) in Zuffenhausen ihre Laufbahn.

„Wir beginnen in Stammheim als Realschule“, erklärt Malhotra. Verfolgt werden soll künftig das Konzept der „weiterführenden Realschulen des Landes Baden-Württemberg“. Das bedeutet: Schüler haben dann auch die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nach Klasse neun oder den Realschulabschluss nach Klasse zehn zu machen. Im Anschluss sei der Übergang an eine weiterführende Schule möglich. „Wir sind eine Schule für alle Kinder aus Stammheim und der Umgebung.“ Malhotras Stellvertreter Stefan Knörzer veranschaulichte den Bezirksbeiräten besondere Schwerpunkte der Park-Realschule, unter anderem „individuelles Lernen“ in den Klassenstufen fünf bis acht, das künstlerische Profil, umfangreiche Berufsorientierung, die Leseförderung sowie Kooperationen mit der Grundschule, dem örtlichen Jugendhaus und der Jugendfarm, wo beispielsweise auch naturwissenschaftlicher Unterricht stattfinde. Ähnliche Kooperationen solle es auch mit den Stammheimer Einrichtungen geben. „Darüber hinaus sind wir auch offen für Kooperationen mit Vereinen und Firmen“, sagte Knörzer. Rektor Malhotra ergänzte: „Wir sind eine Schule, die lebt und die sich der Gemeinde öffnen will.“ Als äußerst positiv beschrieb er den Zuspruch in Stammheim. „Ich bin ganz verwundert über die große Unterstützung von allen Seiten.“

Die neuen Klassen ziehen zunächst in bestehende Räume am Fliegenweg. „Wir übernehmen Räume im Hauptgebäude und im renovierten Fachbau“, sagte Stefan Knörzer. Erweiterungsbauten seien nötig. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Unterstützt wird das Vorhaben vom Gemeinderat, der Geld im Doppelhaushalt für den Um- und Ausbau der Schule in Stammheim bereitgestellt hat.

Mit dem kommenden Schuljahr gibt es auch Änderungen an der Grundschule in Stammheim: „Eltern können ihre Kinder der ersten und zweiten Klasse wahlweise für die Ganztagesschule oder die Halbtagsschule anmelden“, sagte Rektorin Claudia Neulinger. Ganztags dauere der Unterricht beziehungsweise die Betreuung in der Regel bis 16 Uhr, freitags bis 12 oder 13 Uhr. Frühbetreuung sei ab 7 Uhr und Spätbetreuung bis 17 Uhr könne zusätzlich gebucht werden, sei aber kostenpflichtig. Wenn sich Eltern für die Halbtagsschule entscheiden, dann werden ihre Kinder von montags bis freitags von 7.50 Uhr bis 12.15 unterrichtet. Kostenpflichtige Betreuung sei auch hier zusätzlich buchbar – morgens ab 7 Uhr und mittags bis 14 Uhr. Auch Betreuung während der Ferien könne bei der Halbtagsregelung über das Jugendhaus oder die Jugendfarm nach Bedarf hinzugebucht werden. Für Kinder der Ganztagesschule werde die Ferienbetreuung jahresweise gebucht und könne nach Bedarf genutzt werden. „Das Mittagessen in der Ganztagesbetreuung ist ein sogenanntes pädagogisches Mittagessen, das heißt, es wird nicht in der Mensa stattfinden, sondern gegessen wird an gedeckten Tischen in einem familienähnlichen Setting.“ Räume sollten entsprechend ausgestattet werden. Auch ein zusätzliches Zimmer zum Toben soll es geben. Träger der Ganztagesbetreuung ist das Jugendamt.

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