Grundschulrektorin Wimsheim „Wie ein Sechser im Lotto“

Freut sich sichtlich über ihre neue Stelle:  Rektorin Stefanie Stadtaus nebst Schulamtsdirektor Volker Traub. Foto: Andreas Gorr
Freut sich sichtlich über ihre neue Stelle: Rektorin Stefanie Stadtaus nebst Schulamtsdirektor Volker Traub. Foto: Andreas Gorr

Stefanie Stadtaus ist die neue Rektorin an der Grundschule.

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Wimsheim - Gleich zu Beginn der Veranstaltung an der Grundschule Wimsheim am Donnerstag flossen ein paar Tränen – und zwar bei der neuen Schul­leiterin selbst. Der Schülerchor der Zweit- bis Viertklässler begrüßte Stefanie Stadtaus mit so viel musikalischem Schwung und Herzlichkeit, dass nicht nur die ­Pädagogin selbst, sondern sicher auch so manch anderer unter der Zuhörerschaft gerührt war. „Schön, dass Sie bei uns an der Schule sind“, sagte einer der Buben, als er ihr den Liedtext im Großformat überreichte.

Die 41-jährige gebürtige Esslingerin kennt ihren neuen Wirkungskreis mit derzeit 119 Schülerinnen und Schülern in acht Klassen inzwischen gut, hat sie doch in Wimsheim bereits ein ganzes Schuljahr hinter sich. „Wir haben vorher einfach keinen Termin für die Amtseinführung gefunden“, erzählte sie auf Nachfrage. Wie geht es der Pädagogin, die viele Jahre an großen Brennpunktschulen in Stuttgart gearbeitet hat, in der kleinen Heckengäugemeinde zwischen Leonberg und Pforzheim? „Das hier ist für mich wie ein Sechser im Lotto“, betont sie beim ­offiziellen Akt. In Wimsheim habe sie „super Bedingungen“ vorgefunden. Sie ­habe ein tolles zwölfköpfiges Kollegium und eine tolle Elternschaft, die in Vielem die Arbeit unterstützen. Dazu komme die gute Ausstattung der Schule und ein gutes Miteinander mit der Gemeinde und dem Bürgermeister Mario Weisbrich. Da gebe es stets „kurze Wege“, sagte sie.

„Ich bin immer gern in die Schule ­gegangen“

Stefanie Stadthaus, die nach ihrem ­Studium an der Pädagogischen Hoch­schule Ludwigsburg berufsbegleitend den Master-Studiengang Schulmanagement an der Universität Kaiserlautern absolviert hat, entschied sich nach eigenen Worten bewusst für die Arbeit in einer kleineren Gemeinde. „Der Liebe wegen“ sei sie nach Bauschlott-Neulingen in den Enzkreis gezogen, von dort acht Jahre nach Stuttgart gependelt.

„Ich bin immer gern in die Schule ­gegangen, auch an einer großen Schule“, erzählte sie bei der Amtseinführung. Doch dann sei der Tag gekommen, wo sie gemerkt habe, dass dies nicht mehr der Fall sei und dass sich etwas ändern müsse. Sie habe neue Impulse gesucht und sich ganz bewusst für die Arbeit an einer Grundschule entschieden. „Jetzt gehe ich wieder gern zur Schule“, erzählte sie. „Wenn ich morgens aufschließe, freue ich mich, da zu sein.“

Der Leiter des Staatlichen Schulamtes Pforzheim, Volker Traub, sagte vor dem Hintergrund des Lehrermangels, er wünsche der Rektorin, dass sie immer die richtigen Entscheidungen treffe. „Neben den Kernaufgaben wie einem guten Schulunterricht, brauchen wir in den Schulen Kreativität und Teamgeist“, so Traub. Der Bürgermeister Mario Weisbrich bedankte sich zunächst bei der Friolzheimer Schulleiterin Antje Waldenmaier, die interimsmäßig auch die Wimsheimer Schule leitete, bis Stefanie Stadthaus ihren Dienst antrat. An die neue Rektorin gerichtet, sagte er: „Ich kann bestätigen, dass Sie hier angekommen sind und dass ‚unsere‘ Schule auch zu ‚Ihrer‘ geworden ist.“ Monika ­Becker, Leiterin der Gemeinschaftsschule Heckengäu, begrüßte die Kollegin im ­Namen des örtlichen Personalrats Pforzheim. Die beiden Elternbeiratsvorsitzenden Jasmin Ulrich und Jennifer Maurer appellierten an die neue Schulleiterin Stadtaus: „Bitte behalten Sie das Feuer in Ihrer Arbeit bei und verlieren Sie nie die Freude an der Arbeit mit unseren Kindern.“




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