Vor dem Bau des Tiefbahnhofs muss die Bahn ein Sicherheitssystem errichten, denn sie ist zum Schutz der Mineralquellen verpflichtet.
01.10.2010 - 13:37 Uhr
Deshalb installiert die Bahn auch ein rund 17 Kilometer langes oberirdisches Wasserleitungsnetz. Die Rohrleitungen haben einen Durchmesser zwischen zehn und zwanzig Zentimeter. Gesteuert wird das Grundwassermanagement über eine Zentrale, die auf dem Gelände des früheren Zentralen Omnibusbahnhofs und im Schlossgarten errichtet werden soll. Dort wird das Wasser gereinigt, das in den insgesamt 25 einzelnen Bauabschnitten des rund 800 Meter langen Tiefbahnhofs abgepumpt wird. Danach wird das Wasser über ein Brunnensystem wieder in das Erdreich geleitet, um den heute herrschenden Druck auf die darunter liegende Mineralwasserschicht aufrechtzuerhalten.
Laut Wolfgang Drexler, dem früheren Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm, sind die Stuttgarter Mineralwasserquellen, aus denen unter anderem die Mineralbäder Berg und Leuze gespeist werden, "definitiv nicht gefährdet". Die Baustelle von Stuttgart 21 liege an keiner Stelle im Mineralwasserhorizont. Die in den siebziger Jahren problemlos gebauten S-Bahn und Stadtbahnstrecken lägen noch tiefer.