Beim Regierungspräsidium Stuttgart sind über 10.000 Einwände gegen die Planänderung beim Grundwassermanagement für das umstrittene Bahnprojekt „Stuttgart 21“ eingegangen. Nun werden sie erst einmal ausgewertet.

Stuttgart - Beim Regierungspräsidium Stuttgart sind über 10.000 Einwände gegen die Planänderung beim Grundwassermanagement für das umstrittene Bahnprojekt „Stuttgart 21“ eingegangen. Die Einwände zielten in erster Linie auf das Grund- und Mineralwasservorkommen sowie den Gebäudeschutz, wie das Regierungspräsidium am Freitag mitteilte.

Bis 2020 wird der bestehende oberirdische Kopfbahnhof zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut. Dazu wird ein neuer Bahnhofstrog in die Erde gebaut. Das Grundwassermanagement hat die Aufgabe, das anfallende Niederschlags- und Grundwasser im Bereich der jeweiligen Baugrube abzupumpen.

Die Bahn will für die Errichtung der Baugrube mit 6,8 Milliarden Litern während der siebenjährigen Bauzeit mehr als doppelt so viel Grundwasser entnehmen wie ursprünglich genehmigt. Dafür hat sie eine Planänderung vereinbart. Laut Regierungspräsidium werden die Einwände derzeit ausgewertet, im Anschluss ist ein Erörterungstermin mit Vertretern der Bahn und Bürgern geplant.

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