Günstige Stadttickets Viele Städte wollen mitmachen

Von har 

Ab Januar steigt die Zahl der Kommunen mit Stadtticket in der Region auf 18 – weitere folgen im April 2020. Im Kreis werden drei Kommunen sicher dabei sein – Winnenden entscheidet dieser Tage.

Das günstige Stadtticket stößt auf gute Resonanz. Foto: VVS/Horst Rudel
Das günstige Stadtticket stößt auf gute Resonanz. Foto: VVS/Horst Rudel

Nahverkehr - Das Stadtticket der VVS mit ortsgebundenem Einzel- und Gruppentagesticket für drei und sechs Euro ist im August 2018 erstmals in Ludwigsburg testweise eingeführt worden, bei einem Ausgleichsbeitrag für die Stadt von 650 000 Euro pro Jahr. Es folgten Herrenberg im Januar 2019 und Esslingen im April 2019. Die Erfahrungen werden als durchweg positiv bezeichnet. In Ludwigsburg stieg die Verkaufszahl der Stadttickets von anfänglich 16 000 auf aktuell 30 000 bis 35 000 pro Monat, in Esslingen von 17 000 auf monatlich 31 000.

Im Januar steigen 15 weitere Städte mit ein

Als nächste Teilnehmer in der Runde der Kommunen mit eigenem Stadtticket folgen Mitte Dezember Böblingen und Sindelfingen. Und zum 1. Januar 2020 wird sich die Zahl auf insgesamt 18 erhöhen. Meist sind es größere oder kleinere Städte wie Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen, Leonberg oder Plochingen. Mit dabei sind aber auch Gemeinden wie Reichenbach an der Fils oder Tamm im Kreis Ludwigsburg. Ab Anfang 2020 wird mit Kernen auch die erste Kommune aus dem Rems-Murr-Kreis mit von der Partie sein.

Eine weitere Gruppe an Stadtticket-Interessenten wird zum 1. April folgen. Unter anderem werden dann Ostfildern und Wendlingen in entsprechende Vereinbarungen mit der VVS einsteigen, ebenso wie die Rems-Murr-Städte Fellbach und Waiblingen. In Winnenden wird dieser Tage über eine zunächst auf zwei Jahre befristete Teilnahme am Projekt Stadtticket entweder zum 1. April kommenden Jahres oder von Januar 2021 an abgestimmt. Dort geht es um einen städtischen Zuschussbetrag von 70 000 Euro für die günstigen Tagestickets.

Weinstadt ist die Gegenfinanzierung zu teuer

Weinstadt hat hingegen das Stadtticket abgelehnt – und steht damit unter den Städten vergleichbarer Größe und Nahverkehrsstruktur ziemlich allein da. Die günstigen Tickets für die Bürger sind dem Weinstädter Gemeinderat mit 52 000 Euro pro Jahr zu teuer.