Günther Kirchknopf zieht OB-Kandidatur zurück Bewerberschwund in Bietigheim-Bissingen

Von Susanne Mathes 

Nur noch zwei Kandidaten bewerben sich um das Oberbürgermeisteramt: Jürgen Kessing und Stephan Muck. Günther Kirchknopf hat sich kurzfristig umentschlossen und seine Kandidatur zurückgezogen. Warum?

Günther Kirchknopf bewirbt sich nicht mehr als Oberbürgermeister. Foto: Susanne Mathes
Günther Kirchknopf bewirbt sich nicht mehr als Oberbürgermeister. Foto: Susanne Mathes

Bietigheim-Bissingen - Bei der Oberbürgermeisterwahl in Bietigheim-Bissingen am 8. März treten jetzt doch nur zwei Kandidaten an – der Amtsinhaber Jürgen Kessing (SPD) und sein Herausforderer Stephan Muck (Freie Wähler). Der dritte Kandidat Günther Kirchknopf hat seine Bewerbung am Donnerstag vor der Sitzung des Wahlausschusses überraschend zurückgezogen. Erst drei Tage zuvor, zum letztmöglichen Zeitpunkt vor Ablauf der Frist, hatte er seine Bewerbung eingereicht.

Er habe zwar positive Resonanz darauf erfahren, sagt Kirchknopf. Er habe jedoch erkannt, dass für den Wahlkampf viele Unterstützer, viel Kraft und großer Aufwand notwendig wären, er bei der Wahl aber trotzdem nur geringe Erfolgsaussichten gehabt hätte. „Meine Familie, Freunde und Mitarbeiter sind mir wichtiger, deshalb habe ich eine Vernunftentscheidung getroffen“, sagt der Inhaber eines Medizintechnikunternehmens in Ludwigsburg.

Vor acht Jahren gab es keine Konkurrenz für Kessing

Er hoffe aber, sagt Kirchknopf über sein Kandidatur-Intermezzo, dass es als „Rüttelfunktion“ dafür diene, „dass Herr Kessing nicht einfach so weitermachen kann wie bisher“. Bietigheim-Bissingen stehe zwar erfolgreich da, „aber um die Innenstadt kümmert man sich zu wenig – und Gewerbe, Gastronomie, Handel und Bewohner leiden darunter“. Kirchknopf lebt selbst in der Bietigheimer Altstadt und will sich für diese in Zukunft auf anderem Wege stärker einsetzen.

Vor acht Jahren war Jürgen Kessing konkurrenzlos für eine zweite Amtsperiode angetreten. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 25 Prozent, er erhielt 96,2 Prozent der gültigen Stimmen.