Gute-Nacht-Geschichte aus dem Kowalski Zehn Jahre voller wilder Partys

Seit zehn Jahren führt Sascha Mijailovic den Club Kowalski. Foto: privat

Das Kowalski feiert am Wochenende sein zehnjähriges Bestehen. Von unmoralischen Angeboten bis zu Toiletten-Sex: Uns haben Betreiber Sascha Mijailovic und "Klodame" Sebastian Fohringer zum Jubiläum legendäre Club-Anekdoten erzählt.

Am 18. August 2012 eröffnete das Kowalski neben der einstigen Bahndirektion in der Kriegsbergstraße 28. Auf zwei Floors mit Außenbereich entstand damals im Ergeschoss des ehemaligen Physiotherapiezentrums ein neues Zuhause für elektronische Musik in Stuttgart. Der Aufruf über dem Eingang: „Du musst dein Ändern leben.“ 

 

Eine Dekade Kowalski

Zehn Jahre sind nun vergangen - auch wenn das zu Beginn, wie so oft, ganz anders geplant war. Floors wurden optimiert, Terrassen entwuchert, Schirme aufgespannt, das Programm weiter ausgebaut und here we are. Prinzipiell läuft die Kowalski-Uhr zwar immer vorwärts und nicht nostalgisch-rückwärts, doch für uns haben Betreiber Sascha Mijailovic und "Klodame" und Club-Maskottchen Sebastian Fohringer zurückgeblickt. 

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Gäste, die sich im Club einschließen lassen

Sascha Mijailovic beschreibt eine kuriose Situation: "Ich weiß gar nicht mehr genau, wann das war. Da haben sich zwei Gäste, ein Typ und eine Frau, in den Club einschließen lassen. Die haben sich in der Lounge unter der Bar versteckt, als wir schon aufgeräumt haben. Ich stand auch wirklich nur ein paar Meter neben denen, als ich die Sicherung rausgedreht habe und habe sie trotzdem nicht gesehen."

Dass die beiden eine echt gute Zeit hatten, konnte man später auf den Überwachungskameras sehen, erzählt er lachend. "Mittags wurden sie dann von der Putzkolonne in flagranti erwischt. Die Polizei kam zwar, aber wir kannten den Typen und haben von einer Anzeige abgesehen. Die beiden waren ja auch anständig und haben sich hier einfach sehr wohlgefühlt. Das hätte natürlich auch schiefgehen können."

"Ich bin das Club-Maskottchen"

Sebastian Fohringer ist seit Anbeginn Teil der Kowalski-Familie. Genau so lange lebt er schon in Stuttgart. "Ich bin so etwas wie das Club-Maskottchen", sagt er lachend. Am Anfang war Sebastian noch an der Garderobe und Kasse, bevor er an die Toiletten wechselte. "Ich habe damals noch ein Sakko und eine Fliege getragen, irgendwann wurden die Outfits dann ausgefallener", sagt er. An seinem Job, der um Mitternacht beginnt und um 6 Uhr morgens endet, liebt er die Begegnungen mit den Gästen. Es seien auch schon Freundschaften entstanden, so Sebastian. "Man kann mich auch als Seelsorger bezeichnen."

Unmoralische Angebote und Begegnungen am Klo

Er muss nicht lange überlegen, schon sprudeln die Geschichten aus ihm heraus: Von vergessenen Schuhen, über Männer, die sich in den Nebenräumen erleichtern, bis zu unmoralischen Angeboten. "Es war schon früh und ich stand vor der Toilette, als mir ein Typ ein unmoralisches Angebot gemacht hat, das ich dann auch gern angenommen habe. Er war vorher schon mit einem anderen auf der Toilette - also habe ich mir nichts dabei gedacht", erzählt Sebastian. Als er die Toilette im Anschluss wieder verlässt, steht da eine Frau, die ihn anspricht und sich nach ihrem Freund erkundigt. Es kam raus, dass sie seine Verlobte war, die Hochzeit sollte in zwei Wochen stattfinden. "Ich habe ihr dann gesagt, dass sie sich das lieber nochmal überlegen soll."

Südafrika-Fahnen und ein Meer aus Handys

Fragt man Sascha Mijailovic nach der legendärsten Nacht, fällt ihm eine Party mit dem südafrikanischen House-DJ und Musikproduzent Black Coffee ein: "Einfach die Tatsache, dass wir es tatsächlich geschafft haben, dieses Booking zu bekommen. Wahnsinn! Das war auch einfach einer der geilsten Abenden, den wir hatten. Die Leute standen mit Südafrika-Fahnen auf der Tanzfläche und als er hinters Pult trat, war das einfach nur ein Meer aus Handys." Auch Black Coffee muss es gefallen haben, wie Sascha erzählt: "Er kam auch ein zweites Mal zu uns."

10 Jahre Kowalski, 19.-21.8., Kriegsbergstr. 28, Stuttgart-Mitte, alle Infos zum Line-up gibt es hier >>>

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