Gute-Nacht-Geschichte Die Drei von der Nachtschicht

Marc Fioriti, Blendi Krasniqi, Denis Gugac und (von Links) bestreiten gemeinsam den Freitag im Romy S.  Foto: Tanja Simoncev 13 Bilder
Marc Fioriti, Blendi Krasniqi, Denis Gugac und (von Links) bestreiten gemeinsam den Freitag im Romy S. Foto: Tanja Simoncev

Was im Club passiert, bleibt im Club – von wegen! Bei unseren Gute-Nacht-Geschichten wird ausgeplaudert, was das Zeug hält. Stuttgarter DJs, Barkeeper und Türsteher bekommen absolute Sprecherlaubnis und hauen uns die derbsten Nightlife-Storys um die Ohren. Na, dann gut’s Nächtle! Dieses Mal mit den Nachtschicht-Jungs.

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Stuttgart - Es war ein Risiko, das man damals eingegangen ist, als diese drei Jungs aus Fellbach vor der Tür standen. Gerade einmal Anfang zwanzig waren die drei. Ihr Vorhaben: Eine regelmäßige Partyreihe im Romy S. Ein Risiko, das sich gelohnt hat. Inzwischen steigt jeden Freitag die Party Nachtschicht im Club an der Lange Straße. Marc Fioriti, Blendi Krasniqi und Denis Gugac haben den Sprung von der Heimat nach Stuttgart geschafft. Nicht nur im Romy S. sondern auch im Pure sind die drei immer noch ziemlich jungen Veranstalter aktiv.

Angefangen haben die Freunde, weil sie in der Heimat richtig gute Hip-Hop-Partys vermisst haben. "Da gab es nur Après-Ski-Partys", sagen sie lachend. Also haben sie das Ganze einfach selbst in die Hand genommen - und das ziemlich schnell mit ziemlich großem Erfolg. In Stuttgart haben sie schließlich an sämtlichen Türen geklopft, bis ihnen das Romy S. eine Chance gegeben hat.

Auch wenn die drei mit ihrem Studium einiges um die Ohren haben, das Veranstalter-Business "ist voll unser Ding", sagen sie. Und das Besondere: gemeinsam mit Freunden etwas auf die Beine zu stellen, zu arbeiten und am Ende natürlich auch zu feiern. Nicht nur mit den alten, sondern auch mit neuen Freunden. "Viele sagen ja, dass man im Nachtleben nur oberflächliche Bekanntschaften machen kann. Das sehe ich nicht so. Wir haben schon richtig tolle Freundschaften geschlossen, seit wir die Partys veranstalten", sagen sie.

Einige Geschichten, gab's in den vergangenen Jahren natürlich auch, hier sind sie:

Lost and Found

Verrückt ist wirklich, was man morgens nach dem Feiern alles im Club findet. Natürlich das Übliche wie Geldbeutel oder Handys, aber auch schon mal eine Zahnbürste. Da fragt man sich wirklich: Wo kommt die denn bitte her?!

Hüllenlos - fast

Im Romy S. ist es schon sehr dunkel. Da kann man gut eskalieren, wenn man möchte. Ob schon mal jemand nackt auf der Tanzfläche rumgesprungen ist? Ja, das ist auch schon passiert. Moment mal, das war ich! Allerdings nur oben ohne... (Blendi)

Don't stop!

Aufregend war auch unsere Erfahrung mit Snoop Dogg. Wir haben, als er auf der Freilichtbühne am Killesberg aufgetreten ist, die Aftershow-Party gemeinsam mit dem Club Pure organisiert. Er hat bei uns mit einem DJ-Set aufgelegt. Das ist schon eine andere Welt, dieser Rapper mit seinem Gefolge. Wir sind nach dem Konzert hinter seinem Auto hergefahren. Sein Security sagte vor der Fahrt zu uns: Haltet nicht an - egal was ist! Am Ende war es echt eine super Party. Er hat bei uns fast länger aufgelegt, als er oben auf der Bühne aufgetreten ist.

Impro-Talente

Man muss als Veranstalter wirklich viel organisieren und vor allem improvisieren. An einem Abend hat uns kurz vor Beginn unsere Kassendame angerufen - aus dem Krankenhaus! Sie ist in der Dusche ausgerutscht. Wir mussten dann in letzter Minute Ersatz suchen. Ein anderes Mal mussten wir improvisieren, weil die Farbe vom Stempelkissen alle war, da haben wir Wodka drüber geschüttet und es ging wieder.

Money-Boy

Manchmal hat man auch mit unverschämten Gästen zu tun. Einmal stand eine reine Männergruppe vor der Tür und wurde vom Speaker abgewiesen. Einer aus der Gruppe meinte dann: "Lass mich rein, ich hab tausend Euro dabei!" Im Anschluss wedelte er wirklich mit Scheinen vor der Nase des Speakers rum. Das war so großkotzig, dass er natürlich trotzdem nicht reingekommen ist. Auch wenn viele gefragt haben, warum wir das Geld nicht genommen haben: Das wäre unfair den anderen Gästen gegenüber, jemanden rein zu lassen, nur weil er mit Scheinen wedelt.

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