Am Gymnasium Renningen werden Schülerinnen mit einem neuen Projekt für technische Berufe motiviert.

Renningen - Technische Neuerungen verbessern unseren Alltag immer mehr. Egal ob autonomes Fahren für Blinde oder Arm-und Beinprothesen, die Technik erleichtert vieles. Mit der „Girls’ Day Akademie“ möchte das Renninger Gymnasium Schülerinnen den männerlastigen Bereich der sogenannten „Mint“-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) näherbringen. Das Projekt dauert mindestens ein Schuljahr.

Zu einer besonderen Aktion der Girls’-Day-Akademie waren jetzt die Mint-Akademikerinnen Melanie Schneider und Susanne Fries vom Projekt „Coaching for future“ im Gymnasium zu Gast. Coaching for future ist ein kostenloses Programm, gefördert unter anderem von der Baden-Württemberg-Stiftung, mit dem jährlich mehr als 30 000 Schüler beider Geschlechter über Ausbildungsberufe, Studiengänge und Karrierewege im Mint- Bereich informiert werden.

Interaktiver Vortrag

Bei dieser speziellen Veranstaltung waren ausnahmsweise nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen der Klassenstufen sieben bis zehn eingeladen, in einem interaktiven Vortrag mehr darüber zu erfahren, wie sie über naturwissenschaftlich-technische Ausbildungs- und Studienwege aktiv an der Gestaltung unseres Alltags mitwirken können. Die Schüler durften den Vortrag selbst mitgestalten. Aus den Bereichen Lifestyle, Mobilität, Wohnen, Gesundheit, Arbeit und Umweltschutz wählten sie zwei Schwerpunktthemen, welche die Mint-Akademikerinnen dann vertieften.

Sie erklärten, inwiefern Neuerungen aus den Mint-Berufen den von den Schülern gewählten Bereich beeinflussen. So wurde den Schülern im Bereich „Gesundheit“ unter anderem erläutert, welche Verbesserungen es bei Arm- und Beinprothesen gibt und wie sich das Leben von Prothesenträgern stetig verbessert. In der Kategorie „Mobilität“ erklärten die Coaches die Neuerungen beim autonomen Fahren. So sei es möglich, dass in ein paar Jahren blinde oder anderweitig behinderte Menschen selbstständig Auto fahren können, berichteten die beiden Coaches.

,,Cool“ und ,,interessant“

Der Vortrag bildete eine Mischung aus Wissenschaft und Unterhaltung sowie Exponaten zum Ausprobieren. Rund 60 Schüler waren Teil der Veranstaltung. Die Resonanz fiel positiv aus. „Der Vortrag heute und die Girls’-Day-Akademie gefallen mir sehr gut, allerdings weiß ich noch nicht, ob ich später wirklich einen Mint-Beruf erlernen möchte“, sagt die 13-jährige Clara, ein aktives Mitglied der Girls’-Day-Akademie aus der achten Klasse. Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da. Denn auch Nina (14) und Leonie (15) aus der neunten Klasse finden die Girls’-Day-Akademie und den Vortrag von Coaching for future ,,cool“ und ,,interessant“. Sie können sich vorstellen, später einen Mint-Beruf auszuüben. Sicher wissen auch sie es allerdings nicht.

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