Hacker-Angriff auf Politiker Auch Kretschmanns Handynummer auf der Liste

Von swa/red 

Die Hacker haben auch vor persönlichen Daten von Landespolitikern aus Baden-Württemberg nicht Halt gemacht: Winfried Kretschmann und weitere Minister sind betroffen.

Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist Opfer des Hacker-Angriffs auf deutsche Politiker geworden. Foto: dpa
Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist Opfer des Hacker-Angriffs auf deutsche Politiker geworden. Foto: dpa

Stuttgart/Berlin - Von dem mutmaßlichen Hacker-Angriff auf deutsche Politiker sind auch mehrere Landespolitiker aus Baden-Württemberg betroffen. So finden sich auf den Listen, die auf Twitter veröffentlicht wurden, allein unter Politikern der Grünen etwa die Mobilfunknummern von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Finanzministerin Edith Sitzmann und Staatssekretär Volker Ratzmann sowie des Landtagsabgeordneten Reinhold Pix, des früheren Agrarministers Alexander Bonde und des Landesvorsitzenden Oliver Hildenbrand.

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Unter den Abgeordneten der Grünen-Landtagsfraktion in Stuttgart handele sich nach jetzigem Stand um insgesamt 14 Betroffene, teilte der parlamentarische Geschäftsführer Uli Sckerl am Freitag in Stuttgart mit. „Wir können derzeit noch nicht sagen, um welche Art von Daten es sich handelt. Wir haben die Landtagsverwaltung um Klärung gebeten.“ Die „Cyber-Abwehr“ des Landeskriminalamtes habe die Arbeit aufgenommen. „Es läuft alles in Abstimmung mit den zuständigen Bundesbehörden“, sagte Sckerl, der auch Innenexperte ist.

„Alle Ebenen“ von Politikern betroffen

Auch andere Parteien im Landtag sind betroffen. So wurden auch die Handynummern von Innenminister Thomas Strobl und von Justizminister Guido Wolf, beide CDU, im Netz veröffentlicht. Inwieweit diese Nummern aktuell sind und auch zu den angegebenen Persönlichkeiten führen, ist derzeit noch unklar.

Nach Angaben der Bundesregierung sind nach dem Online-Angriff auf Politiker und Prominente persönliche Daten und Dokumente von Hunderten Personen des öffentlichen Lebens im Netz veröffentlicht worden. Betroffen seien „alle Ebenen“ - Politiker aus dem Bundestag, dem Europaparlament und den Landtagen bis hin zu den Kommunen.