Häusliche Pflege Maßstab gesetzt

Betreuerinnen aus Osteuropa ermöglichen vielen hilfsbedürftigen Menschen in Deutschland, weiter zu Hause leben zu können. Foto: Adobe Stock
Betreuerinnen aus Osteuropa ermöglichen vielen hilfsbedürftigen Menschen in Deutschland, weiter zu Hause leben zu können. Foto: Adobe Stock

Der erste DIN-Standard für die häusliche Betreuung alter Menschen ist wichtig, er kann aber nur ein Anfang sein, meint unser Autor Matthias Schmidt.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Matthias Schmidt (mas)

Stuttgart - Der Befund ist seit Jahren bekannt, die Missstände sind es auch. Ohne ständige Hilfe von meist osteuropäischen Helferinnen könnten viele alte Menschen in Deutschland nicht mehr zu Hause leben. Auf welch prekärer Basis dieser Dienst oft geleistet wird, zeigt schon der umgangssprachliche Begriff der 24-Stunden-Pflege. Weder erlaubt das Arbeitsrecht den Einsatz rund um die Uhr, noch handelt es sich um Pflege im medizinischen Sinn. Der Markt hat viele dunkle Stellen: viel Schwarzarbeit, unterbezahlte und schlecht ausgebildete Arbeitskräfte, dubiose Vermittlerfirmen, schlecht erreichbare Verantwortliche im Ausland, oft auch unwürdige Arbeitsbedingungen.

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