Hai-Sichtung in Kroatien Urlauber filmen drei Meter langen Hai

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Er ist rund drei Meter lang, wurde von Urlaubern gefilmt und erregt die Gemüter an der kroatischen Küste: Einem stattlichen und wunderschönen Hai gefällt es offensichtlich gut in der Adria.

Blauhaie erreichen eine Körperlänge von bis zu 3,4 Meter. (Symbolbild) Foto: mauritius Images
Blauhaie erreichen eine Körperlänge von bis zu 3,4 Meter. (Symbolbild) Foto: mauritius Images

Stuttgart - Seine anmutige Flosse ragt aus dem blau blitzenden Wasser vor der kroatischen Küste während er seine Runden schwimmt: Seit wenigen Tagen kursieren Videos eines drei Meter langen Hais auf YouTube und Facebook, dem es offensichtlich gut an der kroatischen Küste bei Korčula und Makarska gefällt.

Urlauber konnten das Tier während einer Bootsfahrt minutenlang filmen und die Schönheit dieses in der überfischten Adria seltenen Wesens festhalten.

Ein wahrer Kosmopolit

Bei dem Tier soll es sich um einen Mako- oder Blauhai handeln, der laut Medienberichten bereits am 8. Juni aufgetaucht sein soll. Blauhaie erreichen eine Körperlänge von bis zu 3,4 Meter, können in Einzelfällen jedoch auch größer werden. Ihren Namen verdanken die Raubtiere ihrem strahlend blauen Rücken. Makohaie hingegen werden bis zu vier Meter lang. Bisher wurde nur gemutmaßt um welche Art es sich handeln könnte.

Blauhaie sind wahre Kosmopoliten – ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf alle Weltmeere – von tropischen Gebieten bis zu gemäßigten Gewässern. Dabei bewohnt er meist küstenferne Gebiete und taucht bis in Tiefen von 350 Metern. Experten sind sich sicher, dass es sich bei dem gesichteten Hai vor Makarska und Korčula um denselben handelt – als Beweis führen sie eine Narbe auf dem Rücken des Tieres an.

Raubtier Mensch

Für den Menschen sind Blauhaie und Makos potenziell gefährlich – jedoch ist der Mensch, wie in vielen anderen Fällen auch, das gefährlichere Raubtier: Durch die Fischerei mit Schleppnetzen enden viele Haie als Beifang im Netz und sind deswegen auch auf der Roten Liste gefährdeter Arten eingeordnet. Angriffe durch Makos oder Blauhaie sind äußerst selten, da sie sich im Normalfall nicht in Küstennähe aufhalten.