Die Halbzeitshow beim Super Bowl ist längst mehr als nur eine Pause: Für viele Fans ist sie fast genauso spannend wie das Finale selbst. Jedes Jahr sorgt die NFL mit internationalen Stars für ein riesiges Spektakel – Millionen schauen allein wegen der Show zu.

Digital Desk: Katrin Jokic (kkl)

Bis in die frühen 1990er Jahre war die Super-Bowl-Halbzeitshow deutlich schlichter als heute. Damals traten vor allem universitäre Marching Bands auf. Besonders oft war die Grambling State University Marching Band zu sehen: Sie stand zwischen 1960 und 1990 gleich sechsmal beim Super Bowl auf der Bühne.

 

Ab 1991 änderte sich das Konzept spürbar: Mit New Kids on the Block traten erstmals große Popstars auf. Den endgültigen Hype löste dann ein Auftritt aus, der bis heute als Meilenstein gilt: Michael Jackson 1993.

Das waren die Super Bowl Halbzeitshows der letzten Jahre

  • Super Bowl LIX, 2025: Kendrick Lamar mit SZA
  • Super Bowl LVIII, 2024: Usher mit Alicia Keys, will.i.am, Lil Jon, Ludacris, H.E.R. und Sonic Boom of the South
  • Super Bowl LVII, 2023: Rihanna
  • Super Bowl LVI, 2022: Dr. Dre, Eminem, Snoop Dogg, Kendrick Lamar, Mary J. Blige mit 50 Cent und Anderson .Paak
  • Super Bowl LV, 2021: The Weeknd
  • Super Bowl LIV, 2020: Shakira und Jennifer Lopez mit Bad Bunny, J Balvin und Emme Muniz
  • Super Bowl LIII, 2019: Maroon 5 mit Travis Scott und der Georgia State University Marching Band
  • Super Bowl LII, 2018: Justin Timberlake mit der University of Minnesota Marching Band
  • Super Bowl LI, 2017: Lady Gaga
  • Super Bowl 50, 2016: Coldplay mit Bruno Mars, Beyoncé und Mark Ronson
  • Super Bowl XLIX, 2015: Katy Perry mit Lenny Kravitz und Missy Elliott
  • Super Bowl XLVIII, 2014: Bruno Mars mit den Red Hot Chili Peppers
  • Super Bowl XLVII, 2013: Beyoncé mit Destiny's Child
  • Super Bowl XLVI, 2012: Madonna mit Nicki Minaj, LMFAO, M.I.A., Cirque du Soleil, Cee Lo Green und anderen

Vorschau auf Super Bowl LX 2026

Der Super Bowl LX steigt am 8. Februar 2026 im Levi’s Stadium in Santa Clara, Kalifornien. Im Endspiel der NFL-Saison 2025 treffen die New England Patriots auf die Seattle Seahawks – ein Rematch, das für Fans viel Brisanz bietet. Der Super Bowl wird von der Rockband Green Day eröffnet. Für die Halbzeitshow wurde Bad Bunny verpflichtet, der als einer der erfolgreichsten Künstler der Gegenwart gilt. Sein Album „Debí tirar más fotos“ wurde erst kürzlich mit einem Grammy ausgezeichnet - als erstes spanischsprachiges Album jemals.

Die Geschichte der Super Bowl Halftime-Show

Die erste Halbzeitshow gab es bereits 1967. Damals war das Programm noch klassisch: Eine Marching Band sorgte für Unterhaltung. Mit den Jahren wurden die Shows größer – und die Namen bekannter. 1988 trat mit Chubby Checker erstmals ein Rockstar in der Halbzeit auf.

Einen echten Wendepunkt markierte dann das Jahr 1991: Die NFL setzte erstmals auf große Pop-Acts. Spätestens mit Michael Jackson (1993) und Diana Ross (1996) wurde klar, dass die Halbzeitshow ein eigenes Mega-Event ist.

2001 folgte ein weiterer Höhepunkt: Aerosmith und NSYNC standen gemeinsam mit Britney Spears und Mary J. Blige auf der Bühne. Ein Jahr später – beim ersten Super Bowl nach den Anschlägen vom 11. September – spielte U2 einen besonders emotionalen Auftritt. Dabei wurden die Namen der Opfer auf den Videotafeln eingeblendet.

Für Schlagzeilen sorgte 2004 der Auftritt von Justin Timberlake und Janet Jackson: Timberlake enthüllte während der Show Jacksons Brust – der Moment ging als großer TV-Eklat in die Geschichte ein.

In den folgenden Jahren wurden die Auftritte immer spektakulärer. Nach Shows von den Rolling Stones und Prince setzte Bruce Springsteen 2008 noch einmal ein Ausrufezeichen mit einer besonders energiegeladenen Performance.

Diese Stars sangen bereits die Nationalhymne

Ein weiterer fester Bestandteil des Super Bowl ist die Nationalhymne. „The Star-Spangled Banner“ wird traditionell vor dem Kickoff live gesungen – und gilt als einer der prestigeträchtigsten Auftritte im US-Sport.

Im Laufe der Jahre durften viele große Namen diese Ehre übernehmen, darunter Whitney Houston, Beyoncé, Neil Diamond und Billy Joel.