Hallenfußball beim VfL Nagold VfL Herrenberg erst „katastrophal und lustlos“, danach aber formidabel

Der VfL Herrenberg verlor das Finale nur knapp und belegte den zweiten Platz beim Turnier in Nagold. Foto: VfL

Eigentlich war der VfL Herrenberg beim Hallenfußball-Turnier des VfL Nagold in der Vorrunde ausgeschieden. Durch glückliche Umstände durfte er dennoch weitermachen und wurde Zweiter.

Beim Hallenfußballturnier des VfL Nagold landete der VfL Herrenberg aus der Bezirksliga Stuttgart/Böblingen auf Rang zwei. Die Grün-Weißen, die im Dezember das Turnier in Gäufelden gewonnen hatten, verpassten den großen Triumph um Haaresbreite und mussten nur Verbandsligist FC Holzhausen den Vortritt lassen.

 

Das Endspiel ging mit 2:3 verloren. Henry Seeger und Alexander Harachasch brachten die favorisierten Holzhausener in Front. Angreifer Lyonel Baurycza, der bei den bisherigen Hallenturnieren stets im Tor stand und diesmal als Feldspieler unterwegs war, verkürzte für den Gäuklub. Nach dem 3:1 für den FCH durch Simon Bok erzielte Can Abalioglu das 2:3 des VfL erst kurz vor Schluss – zu spät, um noch etwas zu reißen.

VfL Herrenberg gewinnt Halbfinale in Nagold mit 3:2 gegen SC Neubulach

„Holzhausen war abgeklärter als wir, und deren Feldspieler Lysander Skoda im Tor hat die Angriffe eingeleitet. Wir lagen zu schnell 0:2 hinten, haben es aber nicht schlecht gemacht“, war Herrenbergs Trainer Daniel Wahnsiedler, der bis auf den ehemaligen Böblinger Ivan Vargas Müller nur Jungspunde dabei hatte, mit dem Auftritt zufrieden.

Zuvor hatte der VfL im Halbfinale mit 3:2 gegen den SC Neubulach aus der Kreisliga A Nordschwarzwald gewonnen. Die sichere Führung durch Baurycza, Abalioglu und Josias Hartmann geriet durch Alexander Greule und Keeper Andre Maidel, der schon beim FC Gärtringen aktiv war, noch in Gefahr. „Das Ergebnis sieht enger aus als es tatsächlich war. Eigentlich ein souveräner Auftritt von uns“, erklärte Wahnsiedler.

Beim 5:3-Viertelfinalerfolg gegen Landesligist TSG Balingen II profitierten seine Schützlinge auch von einer Roten Karte für den gegnerischen Keeper Jonas Zirngibl wegen Handspiels außerhalb des Strafraums. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Herrenberger mit 1:2 hinten, doch Doppelpacker Robin Wolf, Baurycza, Abalioglu und Hartmann sorgten für das Weiterkommen.

Sehr zäh war hingegen die Vorrunde verlaufen. Nach dem 0:3 gegen den VfL Nagold III, 1:2 gegen die SF Gechingen, 1:1 gegen den TSV Haiterbach, 0:1 gegen den SV Schönbronn und 2:6 gegen den VfL Nagold I waren die Grün-Weißen Gruppenletzter. Weil zwei Teams nicht antraten und der VfL Nagold III außer Konkurrenz teilnahm, kam der Bezirksligist aus dem Gäu dennoch in die Zwischenrunde. „Das war ein katastrophales und lustloses Auftreten. Ich habe mich richtig geärgert“, sagte der Coach zum anfänglichen Abschneiden.

Im Spiel um Platz drei besiegte der VfL Nagold den SC Neubulach klar mit 6:1. Foto: Imago/Zink/Archiv

Weil die Nagolder beim Turnier der Herrenberger ihre Aufwartung gemacht hatten, entschieden sich letztere für den Gegenbesuch und verzichteten diesmal auf die parallel stattfindende Hallenfußball-Gala in Sindelfingen. „Zwei Mannschaften an einem Wochenende – das hätten wir nicht gebacken bekommen“, betonte Wahnsiedler.

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