Hallenfußball-Gala Sindelfingen Die SpVgg Renningen scheitert erst im Achtelfinale

Die SpVgg Renningen (in weißen Trikots) scheiterte erst im Achtelfinale der Hallenfußball-Gala in Sindelfingen am SV Fellbach. Foto: Eibner-Pressefoto/Francesco Gianni Consentino

Der Kreis-A-Ligist überrascht bei der Hallenfußball-Gala in Sindelfingen, Landesliga-Spitzenreiter SKV Rutesheim schafft es dagegen nicht in die K.-o.-Runde.

Der FC Denzlingen hat die Hallenfußball-Gala im Sindelfinger Glaspalast gewonnen. Im Finale der Oberligisten siegte der FC auf dem Kunstrasen über den FSV Hollenbach mit 2:1. Im Spiel um Platz drei triumphierte der SSV Reutlingen mit 7:6 im Zehnmeter-Schießen über den SV Fellbach, nach regulärer Spielzeit stand es 2:2.

 

Die SpVgg Renningen hat sich bei der Hallenfußball-Gala sehr gut präsentiert: Der Kreis-A-Ligist hatte sich überraschend fürs Hauptturnier qualifiziert und hat sich dabei am Sonntag erfolgreich bis in die K.-o.-Runde vorgearbeitet. Allerdings war im Achtelfinale gegen den SV Fellbach die Reise beendet – der Kreisligist unterlag dem drei Ligen höher angesiedelten Verbandsligisten 2:4.

Renningen schlägt SKV Rutesheim 2:0

In der Gruppenphase des Turniers hatte die SpVgg am Freitagabend gegen den SV Rohrau 1:1 und gegen Landesligist SV Böblingen 2:2 gespielt, dem folgten ein 2:1-Erfolg über die SGM Hochdorf/Hochberg sowie ein 2:0 im Derby gegen Landesliga-Spitzenreiter SKV Rutesheim – damit stand das Team von Trainer Michael Schürg in der Endrunde. Allerdings wurde das Team nicht von ihm gecoacht, da Schürg gegen eine Teilnahme am Turnier war, wegen der guten Ergebnisse in der Kreisliga A 2 aber schließlich sein Plazet gegeben hatte.

Aaron Berhaller (re.) von der SpVgg Renningen im Duell mit seinem Gegenspieler vom SV Fellbach. Foto: Eibner-Pressefoto/Francesco Gianni Consentino

In der Endrunde gab es zunächst ein eher etwas laues 0:0 der Renninger gegen den VfB Neckarrems, danach wurde die U 19 des Regionalligisten SG Sonnenhof Großaspach fulminant mit 4:0 vom Feld gefegt. Damit war das Achtelfinale für die SpVgg erreicht, was aber dann auch die Endstation für den Außenseiter darstellte.

Die SKV Rutesheim verpasste dagegen die K.-o.-Runde. Im Hauptturnier ließ der Landesligist zunächst erwartungsgemäß, aber knapp, die SG Hochdorf/Hochberg mit 2:1 abblitzen. Nach dem 0:0 gegen den SV Rohrau und vor allem dem klaren 3:0 gegen die SV Böblingen musste sich die Mannschaft von Trainer Christopher Baake kaum Sorgen machen, auch beim Endturnier am Start sein zu dürfen. Damit schmerzte das 0:3 gegen die SpVgg Renningen nicht übermäßig – die Rutesheimer kamen als einer der zwei besten Gruppendritten weiter.

Chefcoach Christopher Baake (li./mit Co-Trainer Alexander Wellert) war am Sonntag nicht mehr mit dabei bei der Hallenfußball-Gala. Foto: Pressefoto Baumann

Im Endturnier war jedoch der Akku der SKV leer. Die U 19 von Regionalligist SGV Freiberg fertigte die Truppe aus dem Sportpark Bühl mit 6:0 ab. Weil die ersatzgeschwächte Mannschaft, die mit lediglich einem Auswechselspieler und ohne Trainer Baake angereist war, später auch Titelverteidiger VfL Pfullingen mit 0:2 unterlag, konnte das Team am Sonntag bereits früh nach Hause fahren. „Wir hatten verletzungsbedingt einige kurzfristige Ausfälle“, erklärte Betreuer Thomas Braun das dünne Aufgebot. „Die hohe Niederlage im ersten Spiel war natürlich unglücklich, aber im zweiten war eigentlich noch alles drin. Wir hätten halt unsere Chancen reinmachen müssen.“

Im ersten Halbfinale trafen der SSV Reutlingen und der FC Denzlingen aufeinander. Im Duell der Oberliga-Kellerkinder siegte der südbadische FC mit 2:1. Der SSV, Turniersieger der Hallengala 1992, 2008 und 2013, kam in einer bedächtigen Partie nicht entscheidend zum Zug. Denzlingen nutzte seine Chancen eiskalt. Neven Ivancic und Levin Zimmermann trafen für den FC zur 2:0-Führung; Luka Viktor-Butka verkürzte zwar auf 1:2, doch das reichte nicht.

Im zweiten Semifinal-Match standen sich der SV Fellbach und der FSV Hollenbach gegenüber. Der klassenhöhere FSV aus der Oberliga ging durch Rico Hofman in Führung, Luis Wejt erhöhte mit einem Abstaubertor auf 2:0. Der SV Fellbach drängte auf den Anschlusstreffer, aber Arne Schülke besorgte mit dem 3:0 bereits die Vorentscheidung für den Oberligisten.

Zwar konnte der Verbandsligist aus Fellbach durch Torben Hohloch verkürzen, aber erneut Arne Schülke machte mit dem 4:1 den Deckel auf den Finaleinzug und dem Oberligaduell gegen den FC Denzlingen. Daran änderte auch das 4:2 durch Luka Bozic nichts mehr.

Erfolgreichster Qualifikant war Türkspor Stuttgart mit Angreifer Shkemb Miftari (32), einst bei den Stuttgarter Kickers in der dritten Liga aktiv – der Kreis-A-Ligist hielt bis ins Viertelfinale sein Fähnchen hoch. Doch Maximilian Bresic und Bendito Calemba, sie schossen für den Verbandsligisten SV Fellbach ein 2:0 heraus – und warfen Türkspor damit aus dem Wettbewerb.

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