Hallenfußball in Althengstett SKV Rutesheim verliert Super-Cup-Finale, SF Gechingen belegen Rang vier

Edison Behramaj (in Weiß) und die SF Gechingen zogen im Halbfinale gegen die SKV Rutesheim (in Schwarz) knapp den Kürzeren. Foto: Albert Kraushaar

Im Neunmeterschießen des Finals hat die SKV Rutesheim die Titelverteidigung beim Super-Cup des SV Althengstett verpasst. Weitere Hallenfußballteams aus dem Kreis Böblingen mischten mit.

Landesliga-Tabellenführer gegen Landesliga-Tabellenführer, der Spitzenreiter aus Staffel I gegen den Spitzenreiter aus Staffel II – mit der SKV Rutesheim und dem TSV Köngen standen sich im Finale des 26. Super-Cup die besten Teams gegenüber, die dieses Hallenfußballturnier des SV Althengstett zu bieten hatte.

 

Dabei bekamen die Zuschauer im Gerhard-Schanz-Sportzentrum nicht nur gutes Tempo, technische Kunststückchen und Spannung pur geboten, sondern auch eine Verlängerung und ein Neunmeterschießen, ehe der TSV Köngen den riesigen Pokal in Empfang nehmen durfte.

Titelverteidiger SKV Rutesheim verliert das Finale gegen den TSV Köngen

Titelverteidiger SKV Rutesheim war im Endspiel durch Flavio Heiler in Führung gegangen, machte einen abgeklärten Eindruck, steckte dann jedoch den Ausgleich ein. Die Partie war ab da völlig offen, beide Finalisten bewegten sich auf Augenhöhe – und das obwohl die Rutesheimer nur mit zwei Auswechselspielern am Start waren. „Das war schon richtig hart“, blickte Kicker Ioannis Savvoulidis auf die zusätzlichen fünf Minuten der Verlängerung. In dieser gingen die Köngener früh durch einen echten Kracher in Front, doch die SKV behielt die Nerven, und Yannik Riedlinger rettete sich und seine Kollegen eine Minute vor Schluss ins Neunmeterschießen. Dort knallte Patric Vaihinger direkt den ersten Rutesheimer Versuch daneben. Der TSV ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen und feierte nach dem 6:4 den Turniersieg bei seinem Super-Cup-Debüt.

Im Duell um Platz drei waren die SF Gechingen trotz der Tore von Ruben Baptista und Andreas Kiwranoglou weitgehend chancenlos gegen den VfL Nagold, der sich dank der je zwei Tore von Johannes Fleischle, Matthias Rauser und Daniel Atis mit 6:2 durchsetzte. Die Nagolder schossen sich damit den Frust über das Aus im Halbfinale von der Seele. In diesem hatte Jonny Rothfuß das Leder kurz vor Schluss verloren und damit unfreiwillig den entscheidenden Treffer zur 1:2-Niederlage eingeleitet. Die Enttäuschung schien wie in die Gesichter gemeißelt, aber der VfL ließ sich nicht hängen und verdiente sich mit einem engagierten Auftritt den dritten Rang. „Wir sind heute bunt gemischt von A-Jugend über Aktive bis AH vor Ort gewesen“, berichtete Spieler Marc Rück, der nach der Verletzung von Luca Lauxmann zwischen die Pfosten musste. Auch sein Abteilungsleiter Marco Quiskamp mischte auf dem Feld mit.

Die SF Gechingen waren im Halbfinale gegen die SKV Rutesheim durch einen Doppelschlag von Tobias Gebbert schnell in Rückstand geraten. Doch der Gegner agierte danach etwas zu routiniert, Nail Hamulic und Tim Hanisch nutzten das zum Ausgleich. In den letzten drei Minuten drehten die Rutesheimer aber nochmals auf, und Ioannis Savvoulidis schoss sie mit der Bude zum 3:2 ins Endspiel.

Alexander Olmo Castro (im gelben Leibchen) und der VfL Sindelfingen II sammelten in der Vorrunde im Modus jeder-gegen-jeden sieben Punkte Foto: Albert Kraushaar

Den Sonderpreis als beste Kreisliga-Mannschaft sicherte sich Radnik Sindelfingen, dank neun Punkten in der mit acht Teams im Modus jeder-gegen-jeden ausgetragenen Vorrunde. Gastgeber SV Althengstett kam da auf sieben Zähler genau wie der VfL Sindelfingen II, beim FSV Deufringen waren es am Ende vier Punkte. Die Torjägerkanone des Turniers teilten sich Matthias Rauser (VfL Nagold) und Patriot Behramaj (SV Althengstett) mit je sieben Toren, als bester Torhüter wurde Finn Köstle (TSV Köngen) ausgezeichnet.

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