Hallenfußball in Herrenberg Herrenberger Turnier ist nach den Feiertagen der große Zuschauermagnet

Gerammelt volle Tribünen: So wird es sicherlich auch dieses Jahr wieder in der Längenholzhalle aussehen. Foto: Harald Rommel

Traditionell direkt nach Weihnachten steigt der Budenzauber in Herrenberg. Ob wohl bei dem beliebten Hallenfußballturnier der VfL Nagold zum dritten Mal in Folge triumphieren kann?

Beim Herrenberger Hallenfußballturnier in der Längenholzhalle von 27. bis 29. Dezember sind insgesamt 24 Mannschaften am Start. Bei den vergangenen sechs Austragungen reckte viermal der VfL Nagold den Siegerpott in die Höhe.

 

Gruppe A (Samstag ab 17 Uhr): Gastgeber VfL Herrenberg gewann das eigenen Turnier 2011, 2018 und 2022. Für die Grün-Weißen ist die Vorrunde machbar. Neben dem Bezirksliga-Klassenkamerad VfL Oberjettingen ist mit der SG Altingen/Entringen ein weiterer Bezirksligist am Start, der im Bezirk Alb auf dem drittletzten Platz liegt. Bei den abstiegsbedrohten Kreisliga-A-Teams von TV Nebringen und TV Gültstein wird der Fokus auf der Punkterunde liegen, während sich der FC Unterjettingen für das eigene Turnier Anfang Januar einspielen will.

Gruppe B (Samstag ab 17.13 Uhr): Nach einem Jahr Pause ist der TSV Ehningen wieder dabei. „Dieses Mal haben sich ein paar Spieler mehr gemeldet. Vor allem unsere jungen Neuzugänge haben Interesse, in Herrenberg zu spielen“, erklärt Trainer Johannes Pfeiffer. „Es ist jedes Mal beeindruckend, dass die Längenholzhalle rappelvoll ist.“ Für den Landesligisten ist der Gruppensieg kein Selbstläufer, denn Kreisliga-A-Spitzenreiter Türk SV Herrenberg bringt stets einige technisch versierte Hallenrastellis mit. Mit dem SV Deckenpfronn ist zudem ein Bezirksligist einer der Gegner, der mindestens die Vorrunde überstehen will. Für das Kreisliga-B-Spitzenduo SG Gäufelden und SF Kayh geht es darum, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Zudem kickt der SV Oberjesingen aus der Kreisliga A mit. „Ich bin gespannt, wie wir abschneiden. Wenn wir die Zwischenrunde nicht schaffen würden, wäre das schon etwas enttäuschend“, sagt Pfeiffer. „Wir werden nicht mit der Topbesetzung antreten. Im Turnierverlauf kommt der sportliche Ehrgeiz. Wichtig ist, dass sich keiner verletzt oder eine Rote Karte bekommt.“ Ehningens Torwart Mustafa Görkem kann ein Lied davon singen, er erhielt 2022 einen Feldverweis und konnte somit nicht bei der Sindelfinger Hallengala mitwirken.

Gruppe C (Sonntag ab 17 Uhr): Der VfL Nagold, der in der Landesliga, Staffel III, als Dritter auf Schlagdistanz zu Tabellenführer SG Empfingen liegt, muss auf dem Weg zur Titelverteidigung – vor zwölf Monaten gab es einen 2:0-Endspielsieg über den TV Darmsheim – die beiden Bezirksligisten SV Rohrau und SV Nufringen aus dem Weg räumen. Geografisch nahe ist auch der SV Affstätt, auch die SpVgg Aidlingen und der FC Gärtringen sind nicht weit weg angesiedelt. Für Lokalrivalität ist also gesorgt.

Gruppe D (Sonntag ab 17.13 Uhr): Zwei Spitzenreiter treffen hier aufeinander. Der TV Darmsheim steht in der Bezirksliga Stuttgart/Böblingen an der Spitze, die SF Gechingen überwintern im Oberhaus des Nordschwarzwaldes auf Rang eins. Zum Stadtteilduell kommt es zwischen TSV Kuppingen und FV Mönchberg, die sich auch mit der in die Landesstaffel Mitte aufgestiegenen VfL Herrenberg U19 messen müssen. Erneut gibt die SV Böblingen U19 ihre Visitenkarte ab, die nach dem Abstieg aus der Oberliga in der Verbandsstaffel mit negativem Torverhältnis auf Rang drei liegt. „Ich bin bekanntlich ein Freund von Hallenturnieren, weil sich die Jungs auch dort entwickeln können“, betont Coach Daniel Fredel, der früher in der Futsal-Nationalmannschaft stand. „Es werden bei uns wieder ein paar Jungs spielen, die Bezug zu Herrenberg haben.“ Im Freien sei es eine durchwachsene Hinrunde gewesen. „Es war ein Wechselbad der Gefühle, aber wir haben viele Leute aus dem jüngeren Jahrgang dabei.“ Egal, wie die Saison im Freien endet – wichtig ist, dass viele der Nachwuchskicker danach zu den eigenen Aktiven wechseln. Ein paar haben bei der Ersten auch schon mittrainiert.

Gegenüber dem Vorjahr haben der TSV Hildrizhausen und die SpVgg Freudenstadt auf ihre Teilnahme verzichtet. „Als wir die Abfrage gemacht haben, haben einige angeschlagene Spieler, die eigentlich gerne Hallenturniere spielen, gemeint, dass sie darauf verzichten“, äußert sich TSV-Trainer Dominik Kreis zu den Hintergründen für die Absage. „Die wollen sich in der Winterpause auskurieren, damit wir in der Rückrunde hoffentlich wieder vollzählig sind. Deswegen macht es für uns keinen Sinn, teilzunehmen. Nächstes Jahr wollen wir aber wieder mitmachen.“

Der Finaltag des Turniers steigt dann am Montag. Die Zwischenrunde wird um 17 Uhr angepfiffen, das Viertelfinale ist auf 19.45 Uhr, das Halbfinale auf 21.10 Uhr terminiert. Nach dem Finale um 21.44 Uhr steht dann fest, wer sich als Gewinner feiern lassen darf.

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