Nach ruckeligem Start gelang der große Coup: Im Halbfinale und Finale revanchierte sich der VfL Sindelfingen II für zwei Niederlagen zuvor. Foto: VfL
Mit einem Mix aus Erster und Zweiter sowie U19 traten die Fußballer des VfL Sindelfingen II beim Dreikönigsturnier der SpVgg Stetten-Filder an – und nahmen den Pokal mit nach Hause.
Drei Fußballer aus der ersten Mannschaft, drei Kicker aus Team zwei und dazu noch drei A-Junioren – mit einer bunten Mischung war der VfL Sindelfingen II in dem Stadtteil von Leinfelden-Echterdingen angetreten. Und das auch noch ohne etatmäßigen Keeper, denn alle drei potenziellen Schlussmänner hatten sich krank abgemeldet. Stattdessen stellte sich Alexander Olmo Castro zwischen die Pfosten und damit in den Dienst der Truppe.
VfL Sindelfingen II startet holprig in das Hallenturnier
Anfangs sah es so aus, als könnte das Turnier für den VfL Sindelfingen II enden, bevor es überhaupt richtig begonnen hat. In der Vorrunde folgte einem 3:3 gegen den 1. FC Lauchhau-Lauchäcker ein 4:7 gegen Türkspor Stuttgart. „Die waren richtig stark und unserer Meinung nach auch der Topfavorit auf den Gesamtsieg“, lobte Trainer Antonios Anastasakis den kombinationssicheren Kontrahenten. Seine eigenen Schützlinge schöpften mit dem 4:2-Erfolg gegen die SpVgg Stetten/Filder II neue Hoffnung und bekamen Schützenhilfe von Türkspor Stuttgart, das den 1. FC Lauchhau-Lauchäcker mit 5:0 abfertigte. Damit kam der VfL Sindelfingen II tatsächlich noch dank des besseren Torverhältnisses auf Gruppenrang zwei liegend in die Zwischenrunde.
In eben jener Zwischenrunde sicherte bereits das 6:1 gegen den TSV Harthausen das Weiterkommen. Die 3:5-Niederlage gegen den TV Echterdingen, fiel nicht weiter ins Gewicht, weil dieser zuvor ebenfalls den TSV Harthausen besiegt hatte.
Im Viertelfinale gegen den TSV Bernhausen stand es nach der regulären Spielzeit 2:2, ein Zehnmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Vom Punkt aus hatte der VfL Sindelfingen II die besseren Nerven und gewann letztlich mit 5:4. Den Rest des Turniers nutzte das Team dann, um gleich zweimal Revanche zu nehmen.
Im Halbfinale ging es erneut gegen Türksport Stuttgart, doch dieses Mal drehte der VfL Sindelfingen II seinem Gegner mit 6:2 eine lange Nase. „Das war unser Meisterstück“, schwärmte Toni Anastasakis und erklärte dann die siegbringende Taktik: „Deren Torhüter stand immer ziemlich weit vorne, aber wir haben ihn sehr gut zugestellt.
Aaron Biedma-Andrades wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Foto: VfL
Fehlte nur noch ein Sieg beim zweiten Aufeinandertreffen mit dem TV Echterdingen, der mit einem 2:1 gegen die SG Reutlingen ins Endspiel eingezogen war, zum ganz großen Coup. Der VfL Sindelfingen II lag mit 0:1 hinten, doch der aufgerückte Keeper Alexander Olmo Castro markierte das 1:1. Es ging mit Tempo und Klarheit hin und her, der entscheidende Treffer zum 4:3-Triumph gelang schließlich Julius Hering aus der U19.
„Genau so sollte sich der Verein immer zeigen“, freute sich Antonios Anastasakis. „Alle haben super miteinander harmoniert. Eine Glanzleistung von allen.“ Einer stach dabei noch besonders heraus: Aaron Biedma-Andrades wurde abschließend noch zum besten Spieler des Turniers gewählt.