Hamburger Fischmarkt Treffpunkt Backfischrutsche

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Aale-Dieter und Co sind wieder da: Auf dem Karlsplatz in der Stuttgarter Innenstadt gastiert wieder der Hamburger Fischmarkt.

Auf dem Karlsplatz gibt es wieder Spezialitäten aus dem hohen Norden. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth 9 Bilder
Auf dem Karlsplatz gibt es wieder Spezialitäten aus dem hohen Norden. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stuttgart
„Unser Dampfer ist die gute Laune“: Mit musikalischen Grüßen von der Waterkant und erstmals auch mit einer Poetry-Slam-Einlage von Mona Harry („das Stroh eurer Köpfe haben wir auf den Dächern“) ist am Donnerstag der Fischmarkt eröffnet worden. „Ich bin froh, dass ich heute mitten in Hamburg sein darf“, sagte Stuttgarts Erster Bürgermeister Michael Föll. „Wir freuen uns immer, wenn echte Freunde zu uns zu Besuch kommen.“ Der Fischmarkt habe längst einen festen Platz im Festkalender und in den Herzen der Stuttgarter. Eine solche Verbindung vertrage Turbulenzen, sie gehe nicht in die Brüche – das Weindorf komme sicher wieder vor das Hamburger Rathaus, „wir setzen nur ein Jahr aus.“

Aus der Hansestadt ist dieses Jahr kein Vertreter gekommen zur Eröffnung gekommen – was wohl damit zusammenhängt, dass dort bekanntlich immer noch um die Zukunft des Weindorfs gestritten wird. Das bezeichnete Wilfried Thal, der Präsident der Werbegemeinschaft WAGS Hamburg Events als „Wermutstropfen“ für das Stuttgarter Fest. Er betonte: „Wir waren wirklich geschockt.“ Der Austausch der beiden Veranstaltungen sei ein Musterbeispiel für lange gelebte Städtepartnerschaft, ja -freundschaft, die mit Geld nicht zu bezahlen sei. „Die Hamburger vermissen das Weindorf. Wir werden für die Rückkehr kämpfen“, betonte er unter Beifall.

Der Fischmarkt in Stuttgart scheint dagegen auch weiterhin nicht in Frage zu stehen. Die 29. Auflage sei nur ein „Schönmachen fürs 30-Jährige“, betonte der Fischhändler Klaus Moritz. Bis zum 17. Juli erwarten die Besucher auf dem Karlsplatz, für den die Stadt erstmals 28 000 Euro Miete verlangt, noch bis 17. Juli Marktschreier, Imbissbuden und Bars, außerdem ein musikalisches Rahmenprogramm von Soul bis Schlager. Insgesamt erwarten die Veranstalter an den elf Tagen bis zu 350 000 Besuchern – wenn das Schietwetter fernbleibt.

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