Hammelsprung Bundestag bricht Sitzung mangels Teilnehmern ab

Von red/dpa 

Mit einem sogenannten „Hammelsprung“ wollte die AfD am Freitagnachmittag zeigen, dass die Sitzreihen schon ziemlich leer waren - zog damit aber selbst reichlich Spott auf sich.

Sitzungsleiterin Petra Pau ordnete den Hammelsprung an. Foto: dpa
Sitzungsleiterin Petra Pau ordnete den Hammelsprung an. Foto: dpa

Berlin - Ein „Hammelsprung“ bringt Bewegung in den Bundestag - dann müssen die Abgeordneten für eine Abstimmung den Saal verlassen und durch Türen wieder hereinkommen, die mit ja, nein und Enthaltung beschriftet sind. Mit einem solchen Hammelsprung wollte die AfD am Freitagnachmittag zeigen, dass die Sitzreihen der Fraktionen schon ziemlich leer waren - zog damit aber selbst reichlich Spott und Ärger auf sich.

Die AfD hatte selbst schlechteste Präsenz

Die Fraktion bezweifelte die Beschlussfähigkeit des Plenums, die nur erreicht ist, wenn 355 Abgeordnete im Saal sind, nämlich die Hälfte der 709 Parlamentarier. Sitzungsleiterin Petra Pau (Linke) ordnete daher einen Hammelsprung an. Zurück in den Saal kamen 154 Abgeordnete, also zu wenige - woraufhin Pau die Sitzung beendete.

Die AfD-Fraktion allerdings war selbst bei weitem nicht vollständig anwesend. FDP-Fraktionschef Christian Lindner twitterte: „Von 92 Abgeordneten der AfD sind 78 (!) inklusive der Vorsitzenden abwesend - nur 14 anwesend! Die schlechteste Präsenz aller Fraktionen. Entlarvendes Eigentor.“ Der CDU-Abgeordnete Stephan Pilsinger, schrieb dagegen, es seien 17 AfD-Abgeordnete gewesen.