Handball – 3. Liga Neuhausener Drittliga-Premierensieg in Pfullingen

Glänzt im Tor der Maddogs: Sören Finn Hamann. Foto: Herbert Rudel

Der TSV Neuhausen gewinnt das Duell beim Ex-Club von Trainer Daniel Brack und weiteren Akteuren vor guter Kulisse mit 29:26

Es war ein Spiel ganz nach dem Geschmack von Trainern, Spielern, Funktionären und Fans des Handball-Drittligisten TSV Neuhausen: Mit 900 Menschen gut gefüllte Kurt-App-Halle, lautstarke Anhänger auf beiden Seiten, zwei starke Teams – und der allererste Sieg der Maddogs in der 3. Liga beim VfL Pfullingen. „Ich bin sehr, sehr glücklich“, sagte Neuhausens Coach Daniel Brack, für den es zudem ein ganz besonderes Spiel war, weil er – wie sein Assistent Markus Locher und fünf Spieler – bei seinem Ex-Club antrat. 29:26 (12:12) für Neuhausen hieß es am Ende.

 

Auch interessant: Bester Pfullinger war Felix Zeiler, der in der vergangenen Saison noch das Neuhausener Trikot trug, dann aus beruflichen Gründen eine Auszeit einlegen wollte – und nun aufgrund einiger personeller Probleme bei den Pfullingern aushilft, für die er ebenfalls früher schon aufgelaufen war. Zeiler sorgte mit dafür, dass es in der Schlussphase noch einmal knapp wurde. Nachdem die erste Hälfte sehr ausgeglichen gewesen war und die Neuhausener in der zweiten bis auf 22:15 davongezogen waren (45. Minute), betrug der Vorsprung eine Minute vor Schluss nur noch 27:26. Doch Daniel Schliedermann – auch ein Ex-Pfullinger – und Simon Kosak trafen und der Sieg war eingetütet. „Es hat mich nicht überrascht, dass es noch mal eng wurde, dazu hat Pfullingen ein zu stabiles Team“, sagte Brack, der seine Spieler dafür lobte, dass sie auch angesichts der „fantastischen Stimmung“ und der hitzigen Atmosphäre ruhig blieben und den Sieg holten.

Hamann und Julien Sprößig stark

Eine starke Abwehr und die Tatsache, dass die Neuhausener „bei Über- und Unterzahlspiel pfiffiger waren“, machte Brack vor allem als Grund für den Erfolg aus – und hob aus einem starken Team Torhüter Sören Finn Hamann und Youngster Julien Sprößig noch heraus. Lukas Fischer, dessen Einsatz – gegen seinen Ex-Club – im Vorfeld unsicher war, blieb zwar ungewöhnlicherweise ohne Tor, führte laut seinem Coach aber gerade in der Schlussphase klug Regie.

„Viel besser hätte es nicht laufen können“, erklärte Brack vergnügt – und schloss dabei sogar – typisch Trainer – ein, dass er trotz des starken Auftritts in einigen Bereichen noch „Luft nach oben“ sah. Erst einmal genoss er aber wie die Spieler, Funktionäre und Fans der Neuhausener den Augenblick: „So ein Sieg ist schon was Besonderes.“

TSV Neuhausen: Prauß, Hamann, Pol; Julien Sprößig (4), Heydecke (1), Marlin Sprößig (1), Haag (5), Reinhardt (2), Baumann (3), Sommer (1), Schliedermann (3), Fischer, Sahin (2), Keppeler (5/5), Kosak (2).

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