Handball-Bundesliga Frisch Auf Göppingen setzt dickes Ausrufezeichen in Leipzig

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Darauf hätten nur die Superoptimisten bei Frisch Auf Göppingen gewettet: Der Handball-Bundesligist landet mit einer starken Leistung einen 25:22-Auswärtssieg, hat sich durch vergebene Chancen das Leben aber selbst schwer gemacht.

Riesenjubel bei den Spielern von Frisch Auf Göppingen nach dem ersten Auswärtssieg der Saison beim SC DHfK Leipzig. Foto: imago/opokupix
Riesenjubel bei den Spielern von Frisch Auf Göppingen nach dem ersten Auswärtssieg der Saison beim SC DHfK Leipzig. Foto: imago/opokupix

Leipzig - Wer hätte das gedacht? Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen hat beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer SC DHfK Leipzig einen 25:22 (12:9)-Auswärtssieg gelandet. Entscheidend für die Überraschung vor 999 Zuschauern war die eine aggressive und konzentrierte Deckungsleistung um Abwehrchef Jacob Bagersted über 60 Minuten.

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Vor der Pause führte der neue Göppinger Spielmacher Janus Smarason (vier Tore) überragend Regie und setzte seine Nebenleute gekonnt ein. In der zweiten Halbzeit leistete er sich technische Fehler. Vor allem der kampfstarke Kreisläufer Kresimir Kozina setzte nun ganz wichtige Akzente. Er warf zwar beim 23:21 (56.) einen Siebenmeter übers Tor, schoss aber sieben Tore und holte zahlreiche Strafwürfe heraus. Zweitbester Frisch-Auf-Werfer war Linksaußen Marcel Schiller (6/4), der aber in den letzten elf Minuten zwei Siebenmeter verwarf. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht durch unsere vergebenen Chancen“, sagte Göppingens Rückraumspieler Sebastian Heymann.

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Zu den Siebenmeter-Nieten kam unter anderem noch ein Fehlwurf von Linkshänder Marco Rentschler völlig frei von außen. So schmolz die Führung von 19:13 (40.) über 21:16 (44.) auf 21:20 (50.) dahin. Doch letztendlich reichte es, auch dank wichtiger Paraden des in der 44. Minute eingewechselten Torwarts Urh Kastelic, zum ersten Auswärtssieg der Saison. „Ich bin natürlich sehr glücklich und auch sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Wir waren 60 Minuten präsent, das war auch wichtig, weil man sonst in Leipzig nichts holen kann“, sagte Trainer Hartmut Mayerhoffer. „In der Abwehr möchte ich Jacob Bagersted hervorheben, der die Defensivarbeit mit seinen Nebenleuten perfekt umgesetzt hat.“ Im Angriff haben wir von Anfang an sehr strukturiert gespielt.“

Jetzt kommt Lemgo

Weiter geht es für Frisch Auf mit einem Heimspiel: Am kommenden Donnerstag (19 Uhr) geht es gegen den TBV Lemgo.

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