Handball-Bundesliga Wie es bei Frisch Auf Göppingen über die Saison hinaus weitergeht

Von Jürgen Frey 

Der Saisonstart von Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen ist mit 4:10 Punkten nicht allzu prickelnd verlaufen. Was nichts daran ändert, dass der Verein mit der Arbeit von Trainer Hartmut Mayerhoffer zufrieden ist und eine Vertragsverlängerung durchaus wahrscheinlich ist.

Trainer Hartmut Mayerhoffer und sein Kapitän Tim Kneule: Mit der Arbeit von beiden ist man bei Frisch Auf Göppingen zufrieden. Foto: Baumann
Trainer Hartmut Mayerhoffer und sein Kapitän Tim Kneule: Mit der Arbeit von beiden ist man bei Frisch Auf Göppingen zufrieden. Foto: Baumann

Göppingen - Hartmut Mayerhoffer bleibt hartnäckig. „Ich beschäftige mich ausschließlich mit unseren Spielen. Wir müssen Stabilität reinbringen. Alles andere ist mir derzeit egal“, sagt der Trainer des Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen. Seine Mannschaft ist nach einem harten Auftaktprogramm nur mit 4:10 Punkten aus den Startlöchern gekommen und in dieser Woche stehen zwei wichtige Spiele an. Am Donnerstag (19 Uhr) geht es zum HC Erlangen, am Sonntag (16 Uhr) kommen die Eulen Ludwigshafen in die EWS-Arena.

Lesen Sie hier: Unglückliches Pokal-Aus nach Handball-Krimi

Kein Wunder also, dass der Chefcoach von einer möglichen Vertragsverlängerung seines am Saisonende auslaufenden Kontrakts aktuell nichts wissen will. Dabei gibt es durchaus Signale aus der Führungsetage des Vereins, dass es mit Mayerhoffer über den kommenden Sommer hinaus weitergehen soll. „Wir sind mit seiner Arbeit zufrieden“, sagt der Sportliche Leiter Christian Schöne. Nach den Trennungen von Magnus Andersson (2017) und Rolf Brack (2018) wollen die Grün-Weißen bei der Personalie Trainer auf Kontinuität setzen. Und Mayerhoffer selbst räumt zumindest ein: „Die Zusammenarbeit mit Mannschaft, Funktionsteam und sportlicher Leitung ist perfekt. Und wir haben in den vergangenen eineinviertel Jahren auch viel auf den Weg gebracht.“ Der 50-Jährige spricht die zunehmende Professionalisierung rund um die Mannschaft an, zum Beispiel in Sachen Torwart-Training oder Physiotherapie.

Lesen Sie hier: Es fehlt an Kraft, Konzentration und Überzeugung

Doch bevor Nägel mit Köpfen gemacht werden, soll die Mannschaft sich stabilisieren, Punkte sammeln und in der Tabelle nach oben klettern. In der schnelllebigen Sportbranche ist diese Vorgehensweise nur allzu verständlich.

Der Kontrakt des Trainers ist das eine, die auslaufenden Verträge der Spieler das andere. Nach menschlichem Ermessen wird Spielmacher Josip Peric keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Linkshänder Srdjan Predragovic würde Frisch Auf auch schon während der laufenden Saison keine Steine in den Weg legen, sollte ein anderer Verein Interesse an dem Bosnier bekunden.

Lesen Sie hier: Zwei Blöcke treffen auf Multi-Kulti

Bleiben zwei weitere Spieler, bei denen die Tendenz eher zum Bleiben geht. Kapitän und Urgestein Tim Kneule (seit 2006 im Verein) ist auch mit 33 Jahren noch körperlich topfit. Sein vorbildlicher Einsatz, seine Eins-gegen-Eins-Qualitäten, sein Rückzugsverhalten, seine Abwehrstärke sprechen für eine erneute Vertragsverlängerung. Zumal er sich mit dem als Neuzugang bereits feststehenden spielstarken Isländer Janus Smarason (Aalborg Handbold) gut ergänzen dürfte. Auch Rechtsaußen Tim Sörensen hat sich nach seinen langwierigen Achillessehnenproblemen gut erholt, und lässt in dieser Saison sein Können aufblitzen.

Doch bevor die Verträge verlängert werden, gilt es auf dem Spielfeld Leistung zu zeigen. Und genau darauf zielt auch die ganze Konzentration von Trainer Hartmut Mayerhoffer.