Der TVB Stuttgart hat in der Handball-Bundesliga bei Rekordmeister Kiel lange an der Sensation geschnuppert, doch das war nicht die einzige Überraschung.

Sport: Joachim Klumpp (ump)

Kiel/Stuttgart - So schnell kann’s gehen mit einem Trainerwechsel beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart. Am Mittwochabend beim THW Kiel jedenfalls saß plötzlich der rekonvaleszente Spielmacher Max Häfner als Assistenzcoach auf der Bank für Vicente Alamo, der – nein, nicht entlassen –, sondern aus familiären Gründen in Stuttgart geblieben war. Aus sportlichen Gründen musste dagegen Tobias Thulin zu Hause bleiben, die Torhüter-Positionen besetzten Ivan Pesic und Primoz Prost, dafür rückte Nico Schöttle als Feldspieler wieder in den Kader.

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Das Ergebnis der Rochaden? Konnte sich sehen lassen – auch wenn es beim Rekordmeister vor nochmals 5000 (!) Zuschauern eine 31:35(19:17-)Niederlage setzte. Bis zur 38. Minute führte der TVB noch mit 24:20, doch dann setzte sich die Qualität der Kieler vor allem in der Abwehr zunehmend durch. „Am Ende haben wir das Überzahlspiel und die freien Würfe nicht gut gemacht“, sagte Trainer Roi Sanchez, der aber nicht nur Viggo Kristjansson (acht Tore bei acht Versuchen, davon fünf Siebenmeter sowie zehn Assists) herausheben wollte. „Das war eine deutliche Steigerung gegenüber dem Lemgo-Spiel. Alle haben gut gespielt – wirklich alle.“

Warum nicht immer so? Nach einer Nacht in Hamburg ging es am Donnerstagmorgen per Flieger zurück nach Stuttgart, und am Sonntag steht dann das Derby in Göppingen an. Die letzte Chance im alten Jahr noch was fürs Punktekonto zu tun.

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