Handball Ditzingen hat das Quäntchen Glück

Nur schwer   zu  stoppen ist  der Ditzinger  Max Remmler (links),    der  auch in der Abwehr           seine Leistung zeigt. Foto: Andreas Gorr
Nur schwer zu stoppen ist der Ditzinger Max Remmler (links), der auch in der Abwehr seine Leistung zeigt. Foto: Andreas Gorr

Der Landesligist liefert sich am Samstagabend gegen den TV Mundelsheim einen offenen Schlagabtausch. Florian Ruoff erzielt zwei Sekunden vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer zum 30:29-Sieg. Zur Halbzeit liegen die TSF mit 15:18 zurück.

Ditzingen - Den 30:29-Sieg gegen den TV Mundelsheim hat sich Handball-Landesligist TSF Ditzingen am Samstagabend in der Sporthalle Glemsaue richtig hart erkämpfen müssen. In der Halbzeit lagen die Gastgeber mit 15:18 Toren zurück, obwohl sie in der 20. Minute bereits mit 13:9 geführt hatten. Die Zuschauer bekamen 60 Minuten lang ein spannendes Spiel präsentiert – mit einem glücklichen Ende für die TSF. Zwei Sekunden vor dem Abpfiff erzielte Florian Ruoff auf der Position links außen den entscheidenden Treffer aus spitzem Winkel. Die Gastgeber nahmen eine Auszeit, warfen noch einmal alles nach vorne, doch der letzte Angriff verfehlte deutlich das Ziel – die Ditzinger bejubelten ausgiebig ihren Sieg.

Obwohl sich die Ditzinger selbst das Leben schwer gemacht haben, war Trainer Jörg Kaaden am Ende zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir haben es gut gemacht, in der Summe war das eine Klasse besser als in den beiden Spielen zuvor.“ Was er allerdings bemängelte, war die fehlende Cleverness in manchen Situationen. „In Überzahl machen wir kein Tor, das geht gar nicht, und in dieser Situation hat uns Mundelsheim kurz auseinander genommen“, so der TSF-Coach. Und die Truppe um Trainer Dominic Schaudt war aus Gründen von Verletzungen und Urlaub nur mit einer Rumpfmannschaft nach Ditzingen gekommen. „Trotzdem hatten sie einen wurfgewaltigen Rückraum und individuelle Klasse“, so Kaaden.

Auf Ditzinger Seite fehlten Spielmacher Marco Dömötör und Alexander Nicolai. Das Kommando übernahmen daher Yannick Hüther und Patrick Droxner. Und nach einem offenen Schlagabtausch in der ersten Phase – in der zehnten Minute war die Partie mit 6:6 ausgeglichen – lief für die Gastgeber dann alles nach Plan. Mit einer offensiven Verteidigung (Kaaden: „Hier waren vor allem Maik Fandrich und Max Remmler überragend“) und einem schnellen Spiel nach vorne erarbeiteten sich die Gastgeber einen vier-Tore-Vorsprung, der allerdings genauso schnell wieder dahin schmolz. Ab der 25. Minute übernahm Mundelsheim die Führungsarbeit. In der zweiten Hälfte kam Torhüter David Thomitzni für Michael Biehl. Und mit großer Wut im Bauch trieb er seine Mannschaft an, glänzte selbst durch zahlreiche Paraden. Ditzingen blieb den Mundelsheimern an den Fersen, und mit einem Treffer von Yannick Hüther in der 35. Minute gelang ihnen der Ausgleich zum 19:19. Ab sofort war es erneut ein Kampf auf Augenhöhe, den beiden Mannschaften ablieferten. Und erneut gelang es den Ditzingern nicht, einen zwei-Tore-Vorsprung zu halten, geschweige denn auszubauen. Am Ende entschied das berühmte Quäntchen Glück über Sieg und Niederlage. TSF Ditzingen: Biehl, Thomitzni, Falkenburger (3), Fandrich (3), Siegmund (2), Droxner (2), Kienle, Ruoff (5), Schnelle (1), Hüther (5/2), Franz (4), Weber, Remmler (4), Kistler (1),




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