Handball-EM Alles Wissenswerte zu den Titelkämpfen in drei Ländern

Von dpa/jüf 

Die Aufstockung von 16 auf 24 Teilnehmer für die EM 2020 gilt als sportliches Wagnis, ebenso die Distanzen zwischen den Gastgeberländern Norwegen, Schweden und Österreich. Doch alle Vorzeichen deuten auf ein spannendes Turnier hin.

Weltmeister Dänemark ist einer der Topfavoriten auf den EM-Titel: Trainer Nikolaj Jacobsen jubelt mit seinen Spielern Mikkel Hansen und Magnus Landin (v. re.). Foto: dpa/Martin Meissner 19 Bilder
Weltmeister Dänemark ist einer der Topfavoriten auf den EM-Titel: Trainer Nikolaj Jacobsen jubelt mit seinen Spielern Mikkel Hansen und Magnus Landin (v. re.). Foto: dpa/Martin Meissner

Trondheim - Die 14. Handball-EM beginnt an diesem Donnerstag (18.15 Uhr/ZDF) mit dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Niederlande in Trondheim, das Endspiel steigt am 26. Januar in Stockholm. Die erste paneuropäische EM ist in vielerlei Hinsicht ein Novum. Erstmals richten mit Norwegen, Österreich und Schweden drei Verbände das Turnier aus. Zudem wurde das Teilnehmerfeld von 16 auf 24 Teams aufgestockt, was zur Folge hat, dass 65 statt bisher 47 Spiele ausgetragen werden.

Der Modus

Die Vorrunde wird in sechs statt bisher in vier Vierergruppen ausgetragen. Die jeweils ersten beiden Teams ziehen in die Hauptrunde ein, in der es dann zwei Sechsergruppen gibt. Die beiden bestplatzierten Teams der beiden Hauptrundengruppen erreichen das Halbfinale, die Drittplatzierten spielen den fünften Platz aus. Alle Finalspiele werden in Stockholm ausgetragen.

Weg des deutschen Teams

Deutschland trifft in der Vorrundengruppe C in Trondheim auf die Niederlande, Titelverteidiger Spanien (11. Januar/ARD) und Lettland (13. Januar/ZDF, beide 18.15 Uhr). In der zweiten Turnierphase ab dem 16. Januar in Wien kommen Gegner wie Kroatien und Co-Gastgeber Österreich infrage. Die andere Hälfte des Tableaus ist mit Topteams wie Weltmeister Dänemark, Vizeweltmeister Norwegen, dem WM-Dritten Frankreich und Vizeeuropameister Schweden deutlich stärker einzuschätzen.

Die Favoriten

Dänemark, gespickt mit etlichen Bundesliga-Legionären, führt als Olympiasieger und Weltmeister kaum ein Weg vorbei. Auch Norwegen mit Weltklasse-Spielmacher Sander Sagosen, der im Sommer zum THW Kiel wechselt, zählt nach WM-Platz zwei vor einem Jahr zu den heißen Anwärtern auf den Titel. Im Verfolgerfeld tummeln sich die üblichen Verdächtigen: Frankreich gehört mit dem unverwüstlichen Nikola Karabatic ebenso dazu wie Spanien und Schweden, das als einziges Team in allen Spielen Heimvorteil genießt.

Das Fernsehen

ARD und ZDF übertragen alle deutschen Spiele im Wechsel live im Fernsehen. Die EM-Spiele ohne deutsche Beteiligung werden von der Online-Plattform Sportdeutschland.tv übertragen. Zudem überträgt Eurosport bis zu 18 weitere Spiele.

Der Spielplan

Gruppe A in Graz: Kroatien, Weißrussland, Montenegro, Serbien.Gruppe B in Wien: Österreich, Tschechien, Nordmazedonien, Ukraine. Gruppe C in Trondheim: Spanien, Deutschland, Lettland, Niederlande.Heute: Deutschland – Niederlande (18.15), Spanien – Lettland (20.30); Samstag: Lettland – Niederlande (16), Spanien – Deutschland (18.15); Montag: Lettland – Deutschland (18.15), Niederlande - Spanien (20.30).Gruppe D in Trondheim: Frankreich, Norwegen, Portugal, Bosnien und Herzegowina.Gruppe E in Malmö: Dänemark, Ungarn, Island, Russland.Gruppe F in Göteborg: Schweden, Slowenien, Schweiz, Polen.

Olympische Spiele

Der Europameister qualifiziert sich direkt für die Spiele in Tokio. Gewinnt der bereits qualifizierte Weltmeister Dänemark, geht das Olympiaticket an den Zweiten. Endet die EM für die Deutschen frühzeitig, werden sie vom 17. bis 19. April in einem von drei Olympiaqualifikationsturnieren spielen. In Berlin kämpfen dann Deutschland, zwei weitere europäische Teams und ein Afrika-Vertreter um die Reise nach Japan.

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