Prickelnde Atmosphäre, knisternde Spannung: Nach heißem Halbfinale kämpfen beim Final Four der Handballfrauen in der Porsche-Arena am Sonntag Bensheim und der BVB um den DHB-Pokal.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Herbert Müller ist ein äußerst emotionaler Mensch. Und natürlich war der Trainer des Thüringer HC nach der 34:36(31:31, 16:14)-Niederlage nach Siebenmeterwerfen seiner Handballfrauen gegen die HSG Bensheim/Auerbach enttäuscht. Enttäuscht über den dramatisch verpassten Einzug ins Endspiel um den DHB-Pokal an diesem Sonntag (16.30 Uhr/DF1) in der Stuttgarter Porsche-Arena gegen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund, der sich gegen die HSG Blomberg-Lippe mit 35:32 (17:15) durchsetzte.

 

3132 Zuschauer in der Porsch-Arena

Doch Müller präsentierte sich nach diesem ersten Halbfinale des Final-Four-Turniers vor 3132 Zuschauern als fairer Verlierer. Er sah nicht nur die HSG als verdienten Sieger, sondern auch die gesamte Sportart als Gewinner: „Das war ein absolutes Topspiel und tolle Werbung für den Handball.“

Die Bensheimer Außenspielerin Amelie Berger konnte nach den ausgelassenen Feierlichkeiten mit ihren 500 mitgereisten Fans nur zustimmen: „Das war ein mega geiles Spiel in einer prickelnden Atmosphäre.“ Trainerin Ilka Fickinger ergänzte: „Das war ein Spiel auf Augenhöhe. Spannender geht es wirklich nicht.“

Nina Engel (9/6), Jule Polsz (6/5), Amelie Berger und Lena Degenhardt (je 5/1) trafen am besten für die HSG. Csenge Kuczora (8/6), Johanna Reichert (5) und Jana Scheib (4/1) erzielten die meisten Treffer für den THC, der am Sonntag (14 Uhr) in der Porsche-Arena das eher undankbare Spiel um Platz drei gegen die HSG Blomberg-Lippe bestreiten muss.

BVB- Frauen stehen im Finale. Foto: IMAGO/Eibner

Das Team von Trainer Steffen Birkner musste in der zweiten Halbzeit gegen Dortmund zunächst abreißen lassen (23:29/46.), gab aber nie auf und kämpfte sich auf 32:34 heran, verlor am Ende 32:35. Beste Werferinnen für Blomberg waren Nieke Kühne (8), Farelle Alicia Njinkeu (7) und Ona Vegue i Pena (6/4). Für das BVB-Team von Trainer Henk Groener trafen Guro Nestaker (7) und Deborah Lassource (7/1) am besten. Die Schwarz-Gelben feierten mit ihren 400 Anhängern den Finaleinzug gegen Bensheim mit vielen Emotionen. Es wäre eine Überraschung, wenn es in dem Duell um den Pott nicht spannend zugehen würde.