Handball: HC Schmiden/Oeffingen Auch eine Frage der Mentalität
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen treten am Sonntag in der Regionalliga bei der Bundesliga-Reserve der Sport-Union Neckarsulm an.
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen treten am Sonntag in der Regionalliga bei der Bundesliga-Reserve der Sport-Union Neckarsulm an.
Mit den beiden gewonnen Spitzenspielen zuletzt gegen die Bundesliga-Reserve von Frisch Auf Göppingen (30:29) und die HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II (31:26) haben sich die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen im Kampf um die beiden ersten Plätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur dritten Liga berechtigen, eindrucksvoll zurückgemeldet. Alle drei Teams haben nun sechs Minuspunkte auf dem Konto. Sie dürfen sich keinen Ausrutscher mehr leisten, wollen sie am Liga-Ende noch vorn dabei sein. Deshalb müssen die HC-Spielerinnen auch am Sonntag (17 Uhr, Sulmhalle) im Spiel bei der Bundesliga-Reserve der Sport-Union Neckarsulm ihr ganzes Können in die Waagschale werfen, wenn sie das Feld als Siegerinnen verlassen wollen. Warnung genug, den siebtplatzierten Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, dürfte das Hinspiel sein, das der HC-Verbund lediglich mit 35:34 gewonnen hat.
Ihr Augenmerk in der Abwehr müssen Larissa Bürkle und ihre Mitstreiterinnen auf Rebecca Schäfer, Trixi Hanak und Finia Siegle im Neckarsulmer Rückraum werfen. Erstgenannte führt die Liga-Torschützinnenliste mit 129 Toren (davon 28 Siebenmeter) an. Hanak belegt mit 82 Toren den achten Platz, Siegle wird mit 58 Treffern auf dem 24. Platz geführt. „Wir müssen gut dagegenhalten und früh in die Stoppfouls kommen“, sagt die HC-Trainerin Anja Itterheim. Sollte der HC-Verbund sein Spiel durchziehen können – aggressive Abwehr, gutes Umschalten und Tempospiel nach vorn –, ist sie von einem Sieg überzeugt. Sorge bereite allenfalls der Gedanke, dass die Spielerinnen nach den beiden jüngsten Spielen, in denen der Erfolgsdruck nicht hätte höher sein können, die Spannung nicht genügend hoch halten können. „Das ist wieder eine Kopf- und Mentalitätsfrage“, sagt Anja Itterheim.
Personell sieht es derweil nicht ganz so gut bei den Gästen aus. Sara Kuhrt hat sich im Spiel in Göppingen ohne Fremdeinwirkung einen knöchernen Ausriss im linken Fuß zugezogen und fehlt wohl sechs Wochen, und auch Linda Leukert wird im HC-Rückraum fehlen. Nachdem ihr am vergangenen Wochenende die Kniescheibe herausgesprungen war, steht das Ergebnis nach der MRT-Untersuchung noch aus. „Die Kniescheibe ist wieder drin, aber natürlich hat sie noch Schmerzen. Wir wünschen ihr alle, dass sie Glück im Unglück hatte und nicht so schwer verletzt ist“, sagt die HC-Trainerin. Bleibt zu hoffen, dass Larissa Bürkle, die mit 120 Toren aktuell zweitbeste Werferin in der Regionalliga ist, wie schon im Hinspiel einen Sahnetag erwischt. Seinerzeit hatte sie zehn Feldtore erzielt und einen Siebenmeter verwandelt. Damit ist das Duell am Sonntag auch ein Duell der beiden Führenden in der Torjägerliste. Ob es Larissa Bürkle für sich entscheidet oder nicht, ist freilich zweitrangig. In erster Linie wollen die Gäste die beiden Punkte für sich verbuchen.