Handball: HC Schmiden/Oeffingen Eine desolate Vorstellung

Kann sich die schlechte Leistung ihres Teams in Steißlingen nicht erklären: HC-Trainerin Anja Itterheim Foto: Günter Schmid

Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gehen beim TuS Steißlingen mit 18:41 unter.

„Das war ein Abend zum Vergessen.“ Anja Itterheim redete nach der desolaten Vorstellung der Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen am Samstag beim TuS Steißlingen nicht lange um den heißen Brei herum. Mit einem 41:18-Kantersieg haben die fünftplatzierten Gastgeberinnen ihre Gäste förmlich aus der Halle geschossen – und damit deren Hoffnungen, zum dritten Mal in Folge die Aufstiegsrunde zur dritten Liga zu erreichen, wieder erheblich gedämpft. Denn mit nun zehn Minuspunkten rangieren die HC-Spielerinnen wieder zwei Zähler hinter der zweitplatzierten HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II auf dem dritten Platz. Allerdings ist noch nicht aller Tage Abend. Am 11. April muss die HSG zum Spitzenreiter FA Göppingen II. Sollte der Klub aus dem Filstal gewinnen, hätte der HC im direkten Duell mit der HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen II in der Endabrechnung die Nase vorn – vorausgesetzt freilich, er gewinnt selbst seine noch drei zu absolvierenden Partien. Anja Itterheim sieht es indes gelassen. „Mit der Leistung haben wir in der Aufstiegsrunde nichts verloren. Da gehen wir sang- und klanglos unter. So ehrlich muss man sein“, sagte sie.

 

Die HC-Spielerinnen haben alles vermissen lassen

Sang- und klanglos ist der HC-Verbund auch in Steißlingen untergegangen. Bereits zur Pause lag er mit 8:22 im Hintertreffen. Die Partie war längst gelaufen. „Wir haben heute wirklich alles vermissen lassen: Wille, Kampf und Leidenschaft“, sagte Anja Itterheim. Einzig die beiden Torhüterinnen Vivien David und Michelle Hoffrichter sowie Nicola David seien ein bisschen besser als der Rest gewesen.

Zu keiner Sekunde ins Spiel gefunden

Nur bis zum 2:2 hatten die Gäste die Partie ausgeglichen gestalten können. Nach dem 3:5-Anschlusstreffer, den Larissa Bürkle vom Siebenmeterstrich erzielt hatte, dauert es fast elf Minuten, ehe dem HC der vierte Treffer gelang – 4:11 (18.). Bis zur Pause war der Rückstand dann auf 14 Treffer angewachsen. „Wir haben gefühlt zu keiner Sekunde ins Spiel gefunden“, sagte Anja Itterheim, die sich nicht erklären konnte, warum es so schlecht lief. Ähnlich ersatzgeschwächt war der HC ja auch schon eine Woche zuvor beim 31:29-Sieg gegen die viertplatzierte HSG Fridingen/Mühlheim gewesen.

Zwar lief es nach Wiederanpfiff minimal besser, aber da hatten sich die Gastgeberinnen, die in Janine Lauth (sieben Tore) sowie Gina Wöhr (6/1) und Marie Knobelspies (6) ihre erfolgreichsten Werferinnen hatten, längst in einen Rausch gespielt. „Das war einfach nichts von uns“, sagte Itterheim.

    HC Schmiden/Oeffingen: Vivien David, Hoffrichter – Bürkle (8/5), Nicola David (2), Awad (2), Horn (2), Haase (1), Ehrhardt (1), Lutz (1), Gaiser (1), Epp, Markovic.

Weitere Themen