Handball: HC Schmiden/Oeffingen Hauptsache gewonnen

Das Spiel zwischen dem Dritten und Vierten (im Bild Seema Awad vom HC und Romy Reichle von der HSG) war vor allem von Kampf und technischen Fehlern geprägt. Foto: Günter Schmid

Die Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewinnen das Duell mit der HSG Fridingen/Mühlheim nach einem Fehlerfestival mit 31:29 (14:14).

Anja Itterheim, die Trainerin der Regionalliga-Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen, redete nach der Schlusssirene am Samstagabend in der Oeffinger Sporthalle nicht lange um den heißen Brei herum: „Hauptsache gewonnen und zwei Punkte geholt. Nach dem Wie fragt bald keiner mehr.“ Mit 31:29 hatten die Gastgeberinnen kurz zuvor das Team der HSG Fridingen/Mühlheim besiegt und damit Revanche für die Hinspielniederlage genommen. Werbung für den Handballsport haben die Protagonistinnen dabei aber nicht gemacht – auch nicht die unterlegenen Gäste. 37 (!) technische Fehler in Summe ließen so machen Beobachter auf der spärlich besetzten Tribüne nur noch mit dem Kopf schütteln.

 

In 17 Minuten bereits acht technische Fehler

Zwar waren die Gastgeberinnen stark gestartet und führten schnell mit 3:0, danach gelang ihnen aber sechs Minuten lang kein Treffer mehr. Als Anja Itterheim beim Stand von 6:8 (17. Minute) die erste Auszeit nahm, hatte der HC bereits acht technische Fehler zu Buche stehen. Als dann die Seiten beim 14:14 gewechselt wurden, waren es derer zehn, bei den Gästen elf. Kein Faktor waren bis dahin die Torhüterinnen gewesen. Chantal Schmid (bis zur 17. Minute) und Michelle Hoffrichter kamen zusammen auf vier Paraden, ihr Gegenüber Miriam Höfig auf fünf.

Miriam Höfig mit 15 Paraden nach der Pause

Das sollte sich allerdings nach der Pause ändern. Obwohl sich die Gäste auch im zweiten Spielabschnitt zehn technische Fehler erlaubten (der HC sechs), blieb die Partie bis zum Schluss spannend. Der Grund: Miriam Höfig kam nun auf 15 Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter, und war so maßgeblich daran beteiligt, dass die Gastgeberinnen trotz ihres 5:1-Laufs kurz nach Wiederanpfiff (19:15) nicht noch deutlicher davonziehen konnten.

Das Fehlen von Leukert und Kuhrt macht sich bemerkbar

14 Minuten vor dem Ende führte der HC mit einem Treffer der am Ende zehnfachen Torschützin Larissa Bürkle mit 24:19 und sechs Minuten vor Schluss noch mit 29:24. Danach ging das große Nervenflattern los, und die HSG war plötzlich wieder auf 29:30 dran (59.). Dass die erfahrenen Linda Leukert und Sara Kuhrt aktuell verletzt sind und nicht eingreifen können, wurde in dieser Phase besonders deutlich. Ihr Fehlen konnte nicht kompensiert werden.

Nicola David erzielt den entscheidenden Treffer

Nachdem Miriam Höfig 40 Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter von Larissa Bürkle gehalten und der HSG-Coach Thomas Potzinger noch einmal eine Auszeit genommen hatte, hatten die Gäste beste Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Doch die an diesem Tag starke Nicola David stibitze sich den Ball nach einem Pass von Caterina Schwarz und vollende den Gegenstoß erfolgreich und umjubelt zum 31:29. „Wir haben das Spiel heute über den Kampf gewonnen“, sagte die scheidende HC-Trainerin Anja Itterheim.  

    HC Schmiden/Oeffingen: Schmid, Hoffrichter, Vivien David – Bürkle (10/1), Nicola David (5), Gaiser (3), Markovic (3), Ehrhardt (2), Holthausen (2), Kienzlen (2), Awad (2), Horn (1), Epp (1), Lutz, Haase.

Weitere Themen