Handball: HC Schmiden/Oeffingen Was dieser späte Sieg noch wert sein kann

Larissa Bürkle (mit Ball) erzielt beim Saisonabschluss zehn Treffer für die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen. Foto: Maximilian Hamm

Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen um die zehnfache Torschützin Larissa Bürkle gewinnen zum Abschluss der Aufstiegsrunde gegen die Gäste des TuS Schutterwald mit 33:27.

Vielleicht wird dieser 33:27-Sieg später einmal etwas wert sein. Am Samstagabend jedenfalls war er bedeutungslos. Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen gewannen zwar ihr finales Spiel in dieser Aufstiegsrunde zur dritten Liga gegen die Gäste des TuS Schutterwald, doch am Ende mussten sie den Gegnerinnen zum Aufstieg gratulieren. Das war vor den 160 Zuschauern in der Schmidener Sporthalle ein besseres Freundschaftsspiel. Ein wenig umkämpft zwar, aber letztlich fehlte die Spannung. Das Team des TuS Schutterwald hatte den Sprung nach oben schon geschafft, die Gastgeberinnen waren bereits gescheitert – zum zweiten Mal nacheinander. Vor rund einem Jahr hatten sie den Aufstieg in letzter Sekunde verpasst. Dieses Mal mussten sie ihre Hoffnungen frühzeitig aufgeben. „Ich bin heute stolz auf das Team. Trotz der langen Saison hat es Freude und Spielwitz reingelegt“, sagte Anja Itterheim, die in Abwesenheit des Cheftrainers Sven Bühler am Samstag in Hauptverantwortung gestanden hatte.

 

Die HC-Spielerinnen rufen zu selten ihr Potenzial ab

Den Weg in die dritte Liga hatten die HC-Handballerinnen sich in den Aufstiegsspielen zuvor verbaut; seit dem 11. Mai mit zwei Niederlagen gegen den Verbund des TSV Ismaning (26:27 und 23:29) sowie jeweils einem Misserfolg bei der DJK Sportfreunde Budenheim (22:23) und beim TuS Schutterwald (24:26). Dabei konnten die Spielerinnen um ihre Kapitänin Maike Kienzlen selten ihr Potenzial abrufen. Speziell im Angriff zeigten sie mitunter schwache Vorstellungen und erinnerten selten an die Auftritte in der Regionalliga Baden-Württemberg, die sie Anfang April dieses Jahres mit 42:4 Punkten und einem Schnitt von gut 31 Toren pro Spiel – hinter dem TuS Schutterwald – auf dem zweiten Tabellenplatz abgeschlossen hatten. Jetzt sind eben andere Teams aufgestiegen. Aus der Südgruppe die des TuS Schutterwald und des TSV Ismaning; aus den anderen Gruppen die Vertretungen der TSG Leihgestern, des HC Leipzig II (beide Mitte) sowie der SG Todesfelde/Leezen und des SC SFN Vechta (beide Nord).

Gut aufgelegt: Bürkle und Hoffrichter

Am Samstag kamen die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen erstmals in dieser Aufstiegsrunde auf mehr als 30 Treffer. Das lag zum einen an der Freude und am Spielwitz, wie Anja Itterheim es beschrieben hat; das lag aber auch daran, dass die Gäste bei diesem finalen Auftritt eben nicht mehr beständig ihre Bestleistung abgerufen haben. Besonders gut aufgelegt waren die Rückraumspielerin Larissa Bürkle und die Torfrau Michelle Hoffrichter. Erst verzeichnete Larissa Bürkle zwei Fehlwürfe, doch dann schien es so, als wolle sie das Spiel allein entscheiden. Nach gut einer Viertelstunde hatte sie bereits fünf Treffer markiert; die Gastgeberinnen führten mit 9:5. Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. Erst zehn Minuten vor Schluss konnten die HC-Frauen sich absetzen. Michelle Hoffrichter parierte glänzend.

„Diese Leistung und dieser Erfolg machen uns Mut für die nächste Saison, da wollen wir den nächsten Versuch starten“, sagte Anja Itterheim. Dann hätte dieser Sieg am Samstag tatsächlich noch einen Wert gehabt, wenn auch etwas später als gewünscht. HC Schmiden/Oeffingen: Hoffrichter (1), Schmid – Bürkle (10/1), Leukert (6/1), Baur (4/1), Hojczyk (3), Weckerlein (3), Gaiser (2), David (1), Ehrhardt (1), Kienzlen (1), Kuhrt (1), Dehmel, Lutz, Markovic, Matziol.

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