Ausgiebiger Jubel in der Kabine: Die HSG Schönbuch setzt sich derzeit kontinuierlich von der Abstiegszone ins Tabellenmittelfeld ab. Foto: Instagram/HSG Schönbuch
Insgesamt 14 Pluspunkte hat die HSG Schönbuch nach 15 Partien in der Handball-Landesliga auf dem Konto. Neun davon sammelte sie in den jüngsten fünf Partien – was für ein toller Lauf.
Michael Schwartz
09.03.2026 - 08:31 Uhr
Was ist nur mit der HSG Schönbuch los? Seit langer Zeit mal wieder stellt sich diese Frage tatsächlich im positiven Sinne. In diesem Jahr ist das Team aus der Handball-Landesliga der Männer noch ungeschlagen und feierte nun sogar einen 39:26-Kantersieg gegen den Tabellenzweiten von Staffel I.
Sogar noch höher gewann in Staffel VII die SpVgg Renningen in einer extrem wichtigen Partie hinsichtlich des Kampfes um den Klassenerhalt. Am Ende stand ein 39:22 auf der Anzeigetafel.
HSG Schönbuch lässt die SG Degmarn-Oedheim völlig abblitzen
HSG Schönbuch – SG Degmarn-Oedheim 39:26 (16:12): „Das war eines der besten Spiele, seit ich Trainer bei der HSG bin“, schwärmte Holger Breitenbacher. Und wer weiß, wie lang er schon bei den Schönbuchern auf der Kommandobrücke sitzt, dem ist bewusst, was diese Aussage bedeutet.
Anfangs war noch etwas Sand im Getriebe, die Gäste erarbeiteten sich beim 4:7-Zwischenstand einen 3-Tore-Vorsprung. „Aber schon da haben wir sehr gut gedeckt, und Max Brösamle im Tor war ein starker Rückhalt für uns“, lobte der Coach die Defensive. Beim 10:9 durch den besten Werfer Jan Griesmeier (insgesamt 9 Treffer/davon 2 Siebenmeter) lagen die Gastgeber erstmals vorn und zogen nach dem 11:11 kontinuierlich davon.
HSG Schönbuch wartet im Angriff geduldig auf ihre Chancen
„Vorne haben wir geduldiger auf unsere Chancen gewartet und diese kaltschnäuziger und souveräner genutzt“, erklärte Breitenbacher, warum es offensiv so gut lief. „Wir haben außerdem das richtige Tempo angeschlagen, um den Gegner unter Druck zu setzen.“ Spätestens beim 25:15 durch Oliver Schmitt war die Vorentscheidung gefallen. Der Übungsleiter nahm sehr wenige Wechsel vor, „denn ich wollte den Spielfluss nicht unterbrechen“. Drei, vier Akteure kamen dieses Mal gar nicht aufs Feld, „aber sie haben sich dennoch top verhalten und immer wieder mental unterstützt und motiviert.
Nach diesem überzeugenden Erfolg gegen den bisherigen Tabellenzweiten wartet nun am Samstag (19.15 Uhr) die Begegnung bei Spitzenreiter TSV Asperg auf die HSG Schönbuch. In der aktuellen Form muss ihr aber auch davor nicht bange sein.
Trainer Holger Breitenbacher konnte rundum zufrieden sein mit seiner HSG Schönbuch. Foto: Eibner/Tadas Svetikas
SpVgg Renningen lässt direktem Rivalen Tus Ispringen gar keine Chance
SpVgg Renningen – TuS Ispringen 39:22 (17:12): „Durch den Sieg haben wir einen Platz in der Tabelle gutgemacht und auch den direkten Vergleich mit diesem Gegner gewonnen“, betonte SpVgg-Trainer Jakob Ulrich gleich zwei wichtige Aspekte. „Das gibt uns etwas Luft zum Atmen.“
Seine Jungs hätten ein ganz anderes Gesicht gezeigt als zuletzt. „Sie haben in der Abwehr um jeden Ball gekämpft, dahinter hatten wir solide Torhüter“, nickte der Coach. Von 3:3 zogen die Renninger durch die Doppelpacker Tobias Schauerhammer und Niklas Ristl sowie Lars Britsch auf 8:3 davon. „Dass wir diesen Abstand danach halten und ausbauen konnten, hat den Druck rausgenommen“, erläuterte Ulrich.
SpVgg Renningen setzt sich gegen Tus Ispringen kontinuierlich ab
Teils in Überzahl („man muss zugeben, dass wir den einen oder anderen Pfiff mehr auf unserer Seite hatten“) setzten sich die Hausherren ab. Der überragende Ristl (insgesamt 15 Tore/davon 8 Siebenmeter bei hundertprozentiger Strafwurfquote), warf mit dem 28:18 Mitte der zweiten Hälfte das erste 10-Tore-Polster heraus. Der Rest war ein lockeres Schaulaufen vor einem begeisterten heimischen Publikum.