Mattis Gatzweiler musste mit der HSG Böblingen/Sindelfingen II eine bittere Niederlage einstecken. Foto: Marco Iker
In der ersten Halbzeit hielten die Landesliga-Handballer von der HSG Böblingen/Sindelfingen II noch mit, dann verloren sie den Faden. So kommen sie einfach nicht aus dem Tabellenkeller.
SG Schozach-Bottwartal II - HSG Böblingen/Sindelfingen II 34:27 (15:14): „In der ersten Hälfte haben wir uns nach einem Fehlstart zunächst wieder gut gefangen“, war HSG-II-Trainer Tobias Petri nach dem zwischenzeitlichen 5:9 und der anschließenden Aufholjagd phasenweise zufrieden. „Leider haben wir es nie geschafft den Ausgleichstreffer zu erzielen.“
Nach dem Seitenwechsel verloren die Gäste zunehmend den Faden. Während die Gastgeber das Tempo anzogen und ihre Angriffe konsequent zu Ende spielten, fehlte Böblingen/Sindelfingen II in der Defensive der Zugriff. „Schozach-Bottwartal II hat in allen Belangen noch eine Schippe draufgelegt“, erkannte Petri. „Wir hatten in der Abwehr keinerlei Kontrolle mehr, die SG II hat immer wieder Lösungen gefunden.“
Immer wieder schlug es im Kasten der BöSis II ein. Foto: Imago/Eibner
So wuchs der Rückstand kontinuierlich an, ehe am Ende eine klare Pleite auf der Anzeigetafel stand. Felix Fecker war bei der neunten Saisonniederlage mit sechs Treffern bester Werfer der BöSis II, die damit weiterhin am Tabellenende stehen und am kommenden Samstag um 17:30 in der Murkenbachhalle auf die SG Degmarn-Oedheim treffen.
SpVgg Renningen kann sich für gute Leistung nicht belohnen
SpVgg Renningen - HSG Willstätt/Hanauerland 29:30 (14:15): „Eine ganz bittere Niederlage, da haben wir uns für eine gute Leistung leider nicht belohnen können“, haderte SpVgg-Trainer Jakob Ulrich. Von Beginn an lieferten sich beide Mannschaften ein hart umkämpftes Duell, bei dem die Renninger in den Anfangsminuten zunächst die Nase vorne hatten.
Die Gäste stabilisierten sich, nutzten Nachlässigkeiten der Einheimischen konsequent aus und drehten die Partie bis zur Pause. „In den entscheidenden Phasen haben wir zu viele freie Würfe liegen lassen und dadurch den Faden verloren“, ärgerte sich Ulrich über den Bruch im eigenen Spiel.
Nach dem Wiederanpfiff konnten die Hausherren zunächst nicht mithalten, ehe sie einen 21:24-Rückstand innerhalb von sieben Minuten in ein 26:25 drehten. Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. In doppelter Unterzahl mussten die Renninger 50 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 29:29 hinnehmen und vergaben im Anschluss die Chance zur erneuten Führung.
Stattdessen schlug die HSG eiskalt zu: Drei Sekunden vor Schluss netzte Willstätt/Hanauerland den entscheidenden Treffer ein. Fabian Maisch war für die SpVgg mit neun Treffern (davon acht Siebenmeter) bester Schütze. Das Team steht weiterhin auf Rang zehn. Weiter geht es am 7. Februar auswärts bei Spitzenreiter SG Ottersweier/Großweier.