Handball-Neuzugang Tobias Thulin vom TVB Stuttgart: „Ich weiß, was ich kann“
Tobias Thulin tritt beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart in große Fußstapfen von Johannes Bitter - und wird beim Turnier in Altensteig zum besten Torhüter gewählt.
Tobias Thulin tritt beim Handball-Bundesligisten TVB Stuttgart in große Fußstapfen von Johannes Bitter - und wird beim Turnier in Altensteig zum besten Torhüter gewählt.
Herr Thulin, mit welcher Erfahrung sind Sie mit Schweden von den Olympischen Spielen zurückgekehrt?
Olympia war ein großes Erlebnis für mich, auch wenn ich in den Spielen nicht zum Einsatz gekommen bin, aber ich konnte mit der Mannschaft alle Trainingseinheiten bestreiten. Das war für mich auch keine Enttäuschung, denn es war von vornherein klar, dass ich nur die Nummer drei in der Torhüter-Hierarchie bin und somit Ersatz. Man muss immer parat stehen. Vielleicht klappt es das nächste Mal.
In Magdeburg hat sich Stammtorhüter Jannick Green zum Ende der Saison hin verletzt, und dann bekamen Sie Ihre Chance und haben die genutzt, mit teilweise mehr als 40 Prozent gehaltener Bälle. Was war das für ein Gefühl?
Natürlich wünscht man niemandem eine Verletzung, aber so kam ich noch zu wichtigen Einsatzzeiten. Das war gut für mein Selbstvertrauen, obwohl die Leistungen für mich persönlich nicht ganz überraschend kamen: Ich weiß schon, was ich kann.
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Auf den ersten Blick wirkt der Wechsel vom EHF-Cup-Sieger zum TVB Stuttgart wie ein Rückschritt, was war der Grund?
Ich sehe den Wechsel nicht als Rückschritt, für mich gibt es beim TVB die große Chance auf mehr Einsatzzeiten, und das ist auf Dauer wichtig für einen Spieler. Hier sehe ich die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln.
Sie haben das Trainingslager im Zillertal verpasst, wie groß ist das Handicap?
Natürlich will man am liebsten immer von Anfang an dabei sein, erst recht unter einem neuen Trainer, der frische Energie und neue Ideen in die Mannschaft bringt, das war dieses Mal leider nicht möglich. Aber ich denke, bei einem Torwart ist es nicht so schlimm wie bei einem Feldspieler, ich habe jetzt eine Woche Training beim TVB Stuttgart hinter mir und fühle mich schon voll integriert.
Ihr Vorgänger Johannes Bitter hat große Spuren hinterlassen, ist das eine zusätzliche Motivation?
Sicher war Jogi ein ganz großer Spieler in der Nationalmannschaft und in Stuttgart. Aber ich denke, ich kann auch von der Erfahrung meines Kollegen Primoz Prost profitieren (38 Jahre, Anm. d. Red.), wir brauchen in der Bundesliga immer ein gutes Torhüter-Gespann. Und erst einmal freue ich mich über die Auszeichnung zum besten Torhüter des Turniers in Altensteig, das wir mit dem 30:28-Sieg gegen Wetzlar auch noch gewinnen konnten, das war unser Ziel. Außerdem kenne ich Adam Lönn aus der schwedischen B-Nationalmannschaft, und er hat mit nur Gutes erzählt über den Verein und die Stadt, auch wenn ich bisher nichts von Stuttgart gesehen habe.