Handball – Oberliga Beim TSV Köngen war es „nicht so schlimm, wie es aussieht“
Die Handballerinnen des TSV Köngen sind nach der Klatsche gegen den Spitzenreiter nicht allzu traurig. Die Heli-Männer holen den ersten Punkt des Jahres.
Die Handballerinnen des TSV Köngen sind nach der Klatsche gegen den Spitzenreiter nicht allzu traurig. Die Heli-Männer holen den ersten Punkt des Jahres.
Pflichtsieg, bittere Niederlage, ein Unentschieden, das den ersten Punkt des Jahres brachte, und eine Klatsche, die schlimmer aussieht, als es war – bei den Handball-Oberligisten war am Wochenende von allem etwas dabei.
TV Hardheim – SG Heli 26:26
„Wenn am Ende beide Trainer zufrieden sind, war das Unentschieden wohl gerecht“, fasste Heli-Coach Veit Wager zusammen und freute sich über den ersten Punkt seiner Mannschaft in 2026. Die SG führte zwar lange Zeit. „Am Ende war es aber auch eine Frage der Kraft“, erklärte Wager angesichts des Ausfalls von Alexander Stammhammer und der Angeschlagenheit einiger Akteure. Er lobte Moritz Hettich sowie Lukas Wester-Ebbinghaus für ihr Zusammenspiel und das gesamte Team dafür, wie es sich behauptete und auch gegen das Sieben-gegen-Sechs des Gegners arbeitete: „In Hardheim zu spielen, ist eine Aufgabe, da ist gefühlt der ganze Ort in der Halle.“
SG Hegensberg/Liebrsbronn: Blum, Hummel (1); Lampart, Schatz, Fischer, Heetel (5/2), Habermeier (1), Prauß, Wester-Ebbinghaus (7), Hahnloser (1), Hettich (9), Hughes, Fausten (1), Herda (1), Schieche.
Schotach/Bottw. – Wolfschlugen36:28
„Die zweiten Hälfte war geprägt von vielen technischen Fehlern, unplatzierten Würfen und klarer Abwehrschwäche gegen die körperlich robusteren Gegner“, bemängelte Wolfschlugens Abteilungsleiter Wolfgang Stoll nach der ernüchternden und hohen Niederlage, durch die die Wolfschlugener vom 2. auf den 5. Platz abrutschten und den Gegner vorbeiziehen lassen mussten. In der ersten Hälfte war es noch ein Spiel auf Augenhöhe und die SG führte nur knapp mit 16:15. Stoll fragt sich nun, warum die Wolfschlugener in eigener Halle ihr Leistungsvermögen abrufen, in der Fremde aber nicht. Die Trefferquote und die Gegenwehr nach der Pause waren ihm zu wenig.
TSV Wolfschlugen: Petruzzi, Wilhelm, Thurow; Prawatschke (3), Kohl, Schmid (3), Toth (2), Bittner (8), Wittmann, Blum (6), Mäußnest, Thumm (1), Mendler (1), Wieder (3/1), Jacobs (1), Petruzzi, Francik.
TSV Köngen – SG H2 Ku Herrenberg23:38
Mit 15 Toren Unterschied verloren – Köngens Co-Trainer Martin Schorr aber fand versöhnliche Worte. „Die ersten Hälfte war echt stark, auch angesichts unserer schwierigen personellen Situation. Daran müssen wir uns erinnern“, sagt er. Und: „Es fühlt sich nicht so schlimm an, wie das Ergebnis aussieht.“ Denn die Köngenerinnen hatten es mit dem zurzeit stärksten Gegner zu tun, den man haben kann. „Die Herrenbergerinnen sind echt gut“, erkannte Schorr an. Zur Pause lagen die Köngenerinnen mit 13:15 hinten, nach dem Wechsel drehten die vom früheren Nellinger Heiko Fleisch trainierten Herrenbergerinnen auf und gewannen wie fast immer hoch. Schorr lobte im Köngener Team auch die vier A-Jugendlichen, die einsprangen – und wertvolle Erfahrungen sammelten.
TSV Köngen: Pott, Thoma (1); Rehm (2), Zimmermann (2), Klingler (4/3), Reichert (4), Christensen (2), Mitranic (2), Gehring (1), Lieb (1), Weinert (4), Spieth, Petsch.
HB Kinzigtal – TSV Denkendorf22:31
Viele Ausfälle hatte auch Denkendorfs Coach Christoph Hönig zu beklagen und war daher froh, dass es gegen das Schlusslicht klappte. „Ein Pflichtsieg war es dann schon“, sagte Hönig, „aber wenn ich das Team anschaue, das mir zur Verfügung stand und bedenke, dass Kinzigtal nicht so schlecht ist, wie es der Tabellenstand aussagt, hatte ich Bauchschmerzen.“ Entgegen kam den Denkendorferinnen, gab ihr Coach zu, dass die Gegnerinnen auf ihre Top-Torschützin Eva Kilguß verzichten mussten. Dafür drehte Charline Maier mit acht Toren in der ersten Hälfte auf. „Sie haben wir nicht in den Griff bekommen“, erklärte Hönig und stellte taktisch um. Ein 8:0-Lauf vor und nach der Pause vom 8:10-Rückstand zur 16:10-Führung brachte die Denkendorferinnen schließlich auf die Siegerinnenstraße.
TSV Denkendorf: Schoen, Zechlin; Drücker (1), Luisa Rehkugler (9/1), Oßwald (1), Maier (3/1), Müller (3), Bartsch (3), Schön (4), Becker (1), Baskaya (5), Dannenberg (1), Marie Rehkugler.