SV-Spielmacherin Alina Ridder (Mi.) bot eine starke Leistung und setzte sich am Kreis immer wieder durch. Foto: Andreas Gorr
Die Oberliga-Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen setzen sich in einem engen Spiel gegen den Tabellenzweiten TSV Birkenau mit 33:29 durch – das Team etabliert sich in der Liga.
Henning Maak
01.02.2026 - 15:05 Uhr
Die Handballerinnen des SV Leonberg/Eltingen haben erneut bewiesen, dass sie als Aufsteiger in der Oberliga nicht nur angekommen sind, sondern sich sogar im oberen Tabellendrittel etablieren können. Eine Woche nach der klaren Niederlage bei der Übermannschaft TG Pforzheim sorgten die Wildcats für ein Ausrufezeichen und bezwangen in der heimischen Halle den Zweiten TSV Birkenau mit 33:29 (15:14).
„Es war ein Spiel mit vielen Aufs und Abs. Aber dass wir uns durchgesetzt haben, zeigt einmal mehr, dass wir mit allen Teams in der Liga mit Ausnahme von Pforzheim mithalten können“, freute sich SV-Trainer Frank Gehrmann. Nur ganz zu Beginn mussten die Wildcats zweimal einem Rückstand beim 0:2 (3.) und 2:3 (6.) hinterherlaufen. Spielmacherin Alina Ridder sorgte jedoch mit dem 4:3 (9.) für die erste Führung der Gastgeberinnen, die diese im weiteren Verlauf der Begegnung nicht mehr abgeben sollten. Beim 9:7 (15.) durch Alina Ridders dritten Treffer betrug der Vorsprung erstmals zwei Tore.
Alina Ridder führt die Wildcats zum Heimsieg
Der TSV glich zwar nochmals zum 10:10 (21.) aus, geriet dann jedoch in doppelter Unterzahl bis zur 25. Minute mit 11:15 in Rückstand. Zur Pause waren die Gäste wieder auf einen Treffer dran (15:14) – auch weil Julia Wolf in letzter Sekunde einen Siebenmeter nicht verwandeln konnte. „Wir hatten in der ersten Halbzeit viele gute Phasen, in denen wir dank des guten Zusammenspiels von Torhüterin Lani Gronwald und der Abwehr zu einfachen Toren gekommen sind“, meinte SV-Coach Gehrmann. Jedoch hätte der TSV Birkenau die wenigen kleinen Unachtsamkeiten sehr effektiv mit Gegentoren bestraft.
Die Wildcats feierten ihren Erfolg über den Tabellenzweiten ausgiebig. Foto: Andreas Gorr
In der zweiten Hälfte konnten die Wildcats ihr Tempospiel nicht mehr so gut aufziehen, da sich Coach Gehrmann gezwungen sah, Spielmacherin Alina Ridder in der Abwehr die ein oder andere Pause zu gönnen und durch Nina Conzelmann zu ersetzen. Dennoch bauten die Wildcats den Vorsprung bis zur 39. Minute sogar auf sechs Tore aus (21:15), weil der TSV Birkenau wiederum in Unterzahl agieren musste und ebenfalls einen seiner sechs Strafwürfe nicht nutzte.
In der Folge fingen sich die Gäste wieder und kamen bis zur 46. Minute vor allem durch ihre wurfgewaltigen Rückraumakteurinnen wieder auf einen Treffer (23:24) heran. Mit ein Grund dafür war auch, dass die Wildcats zwei Zeitstrafen hinnehmen mussten, weil sie – wenn auch unfreiwillig – den Passweg der Torhüterin zum Anspiel verstellt hatten. Doch in der Schlussphase behielten die Gastgeberinnen die Nerven und brachten gegen die offene Birkenauer Abwehr den Vorsprung über die Zeit.
Neuzugang Johanna Honkomp war eine Bereicherung im Spiel der Wildcats. Foto: Andreas Gorr
Ein wichtiger Mosaikstein dabei war Johanna Honkomp, die ihre Premiere im SV-Trikot feierte und mit vier Toren in wichtigen Phasen und ihrer Routine viel Ruhe ins Spiel brachte. Neben Alina Ridder, die mit sechs Treffern beste Torschützin bei den Wildcats war, überzeugte zudem Anna Ulrich, die auf Linksaußen kaum Fehlwürfe hatte. SV Leonberg/Eltingen: Gronwald; Ridder (6), Schmaderer (5), Ulrich (5), Wolf (5/3), Honkomp (4), Karwounopoulos (3), Lia Thines (3), Baric (1), Bergthold (1), Conzelmann, Stimmler, Lily-Rose Thines.