Mit dem 27:23-Erfolg beim TSV Denkendorf gewann Spitzenreiter SG H2Ku Herrenberg nach dem Sieg gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen erneut ein Duell mit einem Tabellenzweiten. Die Oberliga-Handballerinnen aus dem Gäu festigten damit wieder eindrucksvoll ihre Topposition.
Sieben Siege in Folge. Diese Serie können die Kuties inzwischen vorweisen. Auch der jüngste Konkurrent erwies sich letztlich als der von Trainer Heiko Fleisch erwartet schwere Gegner, aber am Ende eben nicht als Stolperstein seiner momentan so erfolgreichen Schützlinge. Dabei sah es am Anfang alles andere als nach einem Triumph aus.
TSV Denkendorf setzt SG H2Ku Herrenberg mit hohem Tempo unter Druck
Mit einer unglaublich hohen Geschwindigkeit sorgten die Gastgeberinnen für ordentlich Druck, was sich an der Anzeigetafel in einem 6:2 widerspiegelte. Aus dem Rhythmus brachte das die Gäste aber nicht. „Ich wusste, dass die dieses Tempo nicht über die komplette Dauer durchhalten können“, blieb Fleisch erst einmal gelassen. Mit seiner Ruhe sollte er schnell Recht behalten, denn nach nicht mal einer Viertelstunde stand es 6:6. Vor allem die quirlige Sofia Brand war nie in den Griff zu bekommen.
Bis zur Pause ging es dann im Gleichschritt weiter. Beim 15:15 wechselten die Teams schließlich die Seiten. Nach dem Wiederanpfiff blieb die Sache vom Ergebnis her ausgeglichen. Doch schon hier wurde deutlich, dass die Einheimischen irgendwann ihren Anstrengungen Tribut zollen müssten. Immer wieder brachte die Auswärtstruppe die Kontrahentinnen ins Zeitspiel, noch gelang diesen allerdings meist ein Treffer.
Die entscheidende Phase begann beim Zwischenresultat von 21:21. Die zum Strafwurf eingewechselte Herrenberger Keeperin Gabriela Istrati parierte den Wurf von Denkendorfs Bester, der zehnfachen Torschützin Jule Riehs. Wenig später schaffte es Stefanie Schoeneberg im vierten Anlauf, mit dem 24:21 zugunsten der SG vier Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung zu sorgen. „Wir haben heute die Big Points setzen können“, frohlockte der Coach.
Auch ein Blick in die Statistik unterstreicht die Berechtigung des H2Ku-Erfolgs. Denn in den letzten 20 Minuten der Partie ließ die Defensive nur noch ganze drei Gegentreffer zu. Am Samstag können die Kuties nun im letzten Duell des Kalenderjahres die Herbstmeisterschaft klarmachen. Voraussetzung dafür ist, dass sie gegen den TSV Heiningen ebenfalls die Oberhand behalten.
SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schoeneberg (7/davon 4 Siebenmeter), Schäberle (3), Kappus (2), Stäudle (3), Kußmaul (3), Schmidt (1), Seidel, Schweizer (1), Venth, Brand (6), Schröder (1), Lide.