Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen sind in der Oberliga wieder die Gejagten. Wenn alles normal läuft, gehen sie auch als Tabellenführer in die bald anstehenden Spitzenspiele bei der SG H2Ku Herrenberg und gegen die HSG Bargau/Bettringen. Doch da drückt Trainer Mischa Herok erst einmal auf die Bremse: „Wir tun gut daran, genauso weiterzumachen wie bisher, und werden es Spiel für Spiel angehen.“ Am Sonntag (18 Uhr) wartet in der Sommerhofenhalle das Heimspiel gegen den VfL Waiblingen II.
„Auch diese Aufgabe müssen wir zu 100 Prozent ernst nehmen“, betont der Coach und warnt davor, die zehntplatzierten Gegnerinnen zu unterschätzen. „Wir kennen sie noch aus dem letzten Jahr und wissen, dass sie nicht so schlecht sind, wie sie aktuell dastehen.“ Zudem hat der VfL seinen bisher einzigen Sieg in der Vorwoche eingefahren.
Dennoch ist ihm natürlich klar, dass sein Team klarer Favorit ist. Obwohl er umbauen muss. Janina Schandl, die eine starke Runde spielt, hat sich im Training verletzt und fällt ziemlich sicher aus. Für sie wird wohl Pauline Hille auf Rechtsaußen beginnen. Dadurch ergibt sich eine Baustelle im Rückraum.
„Wir müssen den Fokus wieder auf unsere stabile Abwehr legen. Wenn uns das gelingt, sollte es auch klappen“, ist Herok überzeugt. Auch im Training hat sich unter der Woche nicht der Eindruck breitgemacht, als würde seine Mannschaft diese Aufgabe nicht genauso ernst angehen wie jede andere auch. „Die Mädels hängen sich voll rein“, lobt er. „Im letzten Heimspiel haben wir uns nicht von unserer besten Seite gezeigt. Das wollen wir ändern.“ Und damit die bisher einzige Niederlage, die gegen den VfL Pfullingen, vergessen machen.