Handball-Oberliga Frauen HSG Böblingen/Sindelfingen wird aktuell einfach vom Pech verfolgt

Nachdem Lea Matziol zum zwischenzeitlichen 29:31 getroffen hatte, verwehrten die Schiedsrichter den BöSis einen klaren Siebenmeter. Foto: Marco Iker

Der Schritt in die richtige Richtung schlug sich im Ergebnis nicht nieder: Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen verlieren zum zweiten Mal hintereinander.

Die Handballerinnen der HSG Böblingen/Sindelfingen haben ihren Negativlauf immer noch nicht beendet. Mit dem 30:32 beim VfL Pfullingen bleiben sie auch in der dritten Oberliga-Partie in diesem Jahr sieglos. „Dennoch war das ganz klar ein Schritt in die richtige Richtung“, fand Trainer Mischa Herok.

 

Seine Mannschaft zeigte ein ganz anderes Gesicht als noch beim Heim-Debakel gegen die SG Weinstadt vor zwei Wochen. Vor allem in der ersten Hälfte sah das wieder ganz anders aus. „Die ersten 20 Minuten waren richtig gut“, meinte der Coach.

BöSis drücken dem VfL Pfullingen zumindest am Anfang ihren Stempel auf

Svenja Hille und Lena Münch legten gleich richtig gut los. Auch die Abwehr stand wieder stabiler. So drückten die Gäste dem Duell ihren Stempel auf und legten immer wieder vor. Janina Schandl baute den Vorsprung beim 10:7 erstmals auf drei Treffer aus.

Doch auf der anderen Seite ließ sich der Gegner davon weder beeindrucken, noch abschütteln. Die starke Ayline Cetin glich zum 12:12 aus. Danach waren die Gastgeberinnen am Drücker und zogen vorbei. Herok reagierte mit einer Auszeit. Das wirkte. Bis zur Pause holten sich die BöSis die Überhand zurück und gingen mit einer 17:16-Führung in die Kabine.

Wann finden die BöSis zurück in die Erfolgsspur? Foto: Imago/HMB-Media

Auch im zweiten Durchgang ging es zunächst hin und her. Doch plötzlich kippte die Partie. Böblingen/Sindelfingen musste einen 0:7-Negativlauf quittieren. „Da hatten wir teilweise auch ein bisschen Pech“, haderte der Übungsleiter. Vorne trafen seine Schützlinge plötzlich den Kasten nicht mehr.

Auf der anderen Seite brachten sie die Kontrahentinnen zwar in schwere Abschlusssituationen, doch deren Würfe fanden trotzdem den Weg ins Tor. Auch deshalb, weil die HSG-Keeperinnen mit insgesamt nur fünf Paraden einen schwachen Tag erwischt hatten.

So war es anschließend auch schwierig, den 19:24-Rückstand aufzuholen. Zwar kamen die BöSis immer wieder in Schlagdistanz, doch nach dem 24:26 von Lena Zeller wurde Pauline Hille für zwei Minuten vom Feld gestellt. Und nach dem 29:31 durch Lea Matziol verwehrten die Schiedsrichter den Gästen einen klaren Siebenmeter.

Unter dem Strich war die Pleite aus Sicht des Trainers sehr schade, „weil wir wieder ein ganz anderes Gesicht gezeigt haben“. Seine Mannschaft durchlebe aktuell eine schwierige Phase. „Doch Trübsal blasen hilft uns nicht. Wir müssen jetzt einfach genau so weitermachen“, betont Herok.

HSG Böblingen/Sindelfingen: Hagenlocher, Kilper; Bohner, Golasch, S. Hille (5), Mayer, Terbeck (1), J. Zeller, Münch (2), Stoll (4), P. Hille (7), Stauder (1), Hilf, L. Zeller (1/davon 1 Siebenmeter), Schandl (4), Matziol (5/4).

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Oberliga Frauen