Obwohl Shana Stäudle (in Rot) und die SG H2Ku Herrenberg die Tabelle anführen, gehen sie nicht unbedingt als haushoher Favorit ins nächste Duell. Foto: Eibner/Silas Kunz
Die Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg treffen am Samstag auf den VfL Waiblingen II. Ein Spiel, in dem viel mehr drin steckt, als es im ersten Moment scheint.
SG-Trainer Heiko Fleisch muss auch Monate später noch etwas ungläubig staunen, wenn er an den nächsten Gegner denkt. Im Frühherbst erwischte die Waiblinger Bundesligareserve einen katastrophalen Saisonstart mit vier Niederlagen in Folge. Eingebettet darin war auch ein deutliches 30:41 Anfang Oktober in der Markweghalle. „Schon damals wusste ich um das Potenzial dieser Mannschaft. Umso mehr überraschte mich ihr damaliger Auftritt“, blickt Fleisch zurück.
SG H2Ku Herrenberg trifft im Topspiel der Oberliga auf den VfL Waiblingen II
Einen besseren, aber ebenfalls gebrauchten Auftakt in die Spielzeit erwischten die Herrenbergerinnen mit 4:4 Punkten. Seither marschieren beide Teams aber im Gleichschritt durch die Liga. Jeweils acht Siege in den vergangenen acht Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Insgesamt muss man durch den Heimvorteil sogar von einer leichten Favoritenrolle des VfL II ausgehen.
Trotz der Verletzung von Stammtorhüterin Isabel Göhlich muss sich die SG H2Ku keine Sorgen auf der Position zwischen den Pfosten machen. Foto: Eibner/Roger Bürke
Warum die Gastgeberinnen so miserabel in die Saison gestartet sind, bleibt zwar ein Rätsel, die Qualität ist allerdings vor allem mit der gefährlichen Rückraumachse zu begründen. „Da müssen wir besonders stabil in der Abwehr stehen“, weiß der H2Ku-Coach. Beim letzten Test gegen den Verbandsligisten TSV Neckartenzlingen gab es beim 38:35 mehr Schatten als Licht. Dennoch hofft Heiko Fleisch nach der verpatzten Generalprobe auf eine geglückte Pflichtspielpremiere im neuen Jahr.
Optimistisch kann er zumindest auf seinen Kader blicken. Mit Torhüterin Isabel Göhlich müssen die Kuties derzeit nur auf eine verletzte Spielerin verzichten. Da neben Alexandra Harm aber zuletzt auch mit Gabriela Istrati die dritte Keeperin überzeugte, dürfte Göhlichs Ausfall durchaus kompensiert werden können.