Vor allem von der eigenen Defensive war der H2Ku-Trainer angetan: In dieser Szene gibt es kein Durchkommen gegen Sandra Kussmaul (2. v. li.) und Nadine Schäberle (re.). Foto: Eibner/Gerald Oelze-de Stoppany
Die Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg haben die richtige Antwort auf ihre Niederlage in der Vorwoche gegeben. Der gegnerische Tabellenvorletzte konnte einem fast leidtun.
Peter Gebhardt
09.02.2026 - 09:22 Uhr
Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende im Spitzenspiel gegen Bargau/Bettringen haben sich die Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg eindrucksvoll zurückgemeldet. Das 34:16 beim TV Gerhausen war eine Lehrstunde des Teams, das sicher auch mit einer Portion Wut im Bauch in die Partie gegangen ist.
Leidtragender dieser Motivation war in der Blausteiner Lix-Sporthalle der Tabellenvorletzte. Die Gäste konnten auf die schwierige Lage des Gegners natürlich keine Rücksicht nehmen. Auch wenn die Partie nach einer Viertelstunde bei einer 9:2-Führung eigentlich schon entschieden war, dachten die Kuties überhaupt nicht daran, einen Gang zurückzuschalten.
SG H2Ku Herrenberg macht TV Gerhausen zum Spielball
Manchmal konnten einem die Gastgeberinnen leidtun, wie sie zum Opfer der Spielfreude des Gäu-Klubs wurden. Vor allem die eigene Defensive hatte es Heiko Fleisch besonders angetan. „Es war schon beeindruckend, wie in der Abwehr jede für die andere gekämpft hat und die Mädels sich untereinander geholfen haben“, schwärmte der SG-Trainer.
Schon zur Pause schien sich ein Debakel für den TV anzubahnen, zumal auch dessen Toptorjägerin Matea Mazurin effektiv an die Leine gelegt wurde. Das 16:7 zum Pausenpfiff ließ kaum Restzweifel in der Frage nach dem Sieger.
Natürlich war bei den Gerhausenerinnen die Hoffnung groß, dass sie durch ein Austrudeln der Herrenbergerinnen zumindest noch Schadensbegrenzung betreiben könnten. Bis zum 21:12 für H2Ku blieben sie dran, danach brachen aber alle Dämme. Sowohl gegen den Positionsangriff der Kuties, als auch gegen deren zweite Welle gab es kein Gegenmittel.
Vier Treffer in Folge durch Sofia Brand läuteten das Schützenfest endgültig ein. Doch auch für die siebenfache Torschützin gab es kein Sonderlob vom Coach. „Das war heute ein perfektes Gesamtpaket von allen“, schwärmte Fleisch. Vor allem freute es ihn, dass er von außen entspannt zuschauen konnte, wie seine Schützlinge auch ohne sein Zutun bis zum Abpfiff Vollgas-Handball anboten.
Nicht nur die zwei eigenen Punkte dürften der SG Freude bereitet haben. Denn durch wieder einmal überraschende Ergebnisse konnte sie Kuties ihren Vorsprung an der Tabellenspitze wieder etwas vergrößern.