Zum dritten Mal absolvierten die Herrenbergerinnen ein Heimspiel, zum dritten Mal verließen sie als Siegerinnen das Parkett. Würde die Meisterschaft alleine durch Heimpartien ausgespielt, die Kuties wären sicher heißester Kandidat auf den Titel. So aber muss die Mannschaft immer wieder ihre Auswärtsniederlagen ausbügeln.
In welche Richtung dieses Heimspiel geht, zeigte sich schon in der Anfangsphase. Noch keine zehn Minuten waren gespielt, als Nadine Schäberle zum 6:2 traf. Auch wenn die ersatzgeschwächten Gäste beim 6:6 plötzlich wieder im Spiel zu sein schienen, war dies nur eine kurze Bestandsaufnahme.
Die wieder einmal stark aufspielende SG-Akteurin Sandra Kußmaul konnte immer wieder zu Tempogegenstößen ansetzen und verwertete diese auch meist souverän. Ihre drei Treffer in Folge allein reichten schon, um beim 11:6 die Gegnerinnen wieder auf Distanz zu halten.
Das 15:8 zur Pause war vor allem eine Machtdemonstration der Abwehr mit einer überzeugenden Alexandra Harm im Gehäuse der Gastgeberinnen. Das musste auch Gästecoach Thomas Weberuß nach Spielende anerkennen: „Die Herrenberger Torfrau hat uns in der ersten Halbzeit den Zahn gezogen.“
Zum einen ihre Leistung und zum anderen der Umstand, dass die Gäste ihre Rückraumspielerin Julika Merkle nach einer Knieverletzung noch vor der Pause nicht mehr einsetzen konnte, machte die Aufgabe nach der Pause für den TV Gerhausen nicht leichter. Die Gastgeberinnen brauchten auch nicht lange, um durch die sehr agile Sina Venth auf 21:11 zu stellen. Dass Weberuß seiner Mannschaft eine „gute zweite Halbzeit“ bescheinigte, änderte aber nichts an der Überlegenheit der SG H2Ku. Aus allen Positionen erzielte sie die Tore.
Heiko Fleisch freute sich vor allem darüber, dass seine Mannschaft seine Vorgaben umsetzen konnte. „Das Team sollte nach Möglichkeit alle Gegenstöße laufen“, hatte der SG-Trainer seinen Spielerinnen mit auf den Weg gegeben. Und diese nutzten in der Tat jede nur mögliche Gelegenheit zum Torewerfen.
SG H2Ku Herrenberg reist zu HB Kinzigtal
Auch wenn das Heimteam den Vorsprung in der Schlussviertelstunde nicht mehr erhöhen konnte, war es unter dem Strich eine überzeugende Leistung der H2Ku-Frauen. Am kommenden Sonntag geht es für sie beim HB Kinzigtal darum, diese Leistungen aus den Heimspielen auch einmal auswärts zu bestätigen.
SG H2Ku Herrenberg: Harm, Göhlich, Istrati; Schäberle (4/davon 3 Siebenmeter), Kappus (1), Stäudle (5), Kußmaul (8), Schmidt (6), Seidel, Schweizer, Venth (6), Brand (2), Schröder, Lide (1).