Mit der Heimniederlage der Oberliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg am vergangenen Wochenende riss die eindrucksvolle Serie von neun Siegen in Folge. Gerne würde das Team am Sonntag (16 Uhr, Lixsporthalle Blaustein) beim TV Gerhausen eine neue Erfolgsstory beginnen. Ob dies gelingt, dürfte auch eine mentale Frage werden.
Wie haben die Kuties das 29:30 in eigener Halle im Spitzenspiel gegen die HSG Bargau/Bettringen aus den Trikots geschüttelt? Eine Frage, die vor allem Heiko Fleisch gar nicht so hoch hängen möchte. „Wir sind Tabellenführer und haben noch einen Punkt Vorsprung“, betont der H2Ku-Coach.
Auch wenn er weiß, dass jede Spielerin eine Niederlage anders verarbeitet, gab es für ihn keinen Grund, unter der Woche gesondert zu trainieren. „Natürlich haben wir die Partie aufgearbeitet, dann sollte es aber auch gut sein. Wir haben nur ein Handballspiel verloren, mehr nicht“, verweist der Trainer darauf, den Blick wieder nach vorne zu richten.
SG H2Ku Herrenberg ist gegen den TV Gerhausen klarer Favorit
Und da bekommen es seine Schützlinge auswärts mit dem Tabellenvorletzten zu tun. Der Verein aus dem Blaubeurer Tal schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Der Grund dafür dürfte in der Offensive liegen, denn die Gastgeberinnen haben ligaweit die wenigsten Tore erzielt. Ein Drittel aller Treffer geht dabei auf das Konto von Matea Mazurin. Allerdings gehört zur Wahrheit auch dazu, dass die Defensive nur so viele Gegentore zugelassen hat wie die der Herrenbergerinnen.
Dennoch sind die Gäste klarer Favorit, und alles andere als ein Sieg der SG H2Ku wäre eine Riesenüberraschung. Dennoch warnt Fleisch fast schon gebetsmühlenartig: „Punkte gibt es nur für einhundert Prozent Einsatz“. Personell dürfte er fast aus dem Vollen schöpfen können. Während Stefanie Schoeneberg wieder dabei ist, steht nur hinter Routinier Katrin Schröder ein krankheitsbedingtes Fragezeichen.